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U50 - Wie offen seid ihr gegenüber euren Mitmenschen bezüglich eures Prostatakrebses?
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Martin, siest du, es geht weiter. Nur nicht die Flinte ins Korn werfen. Da ich schon 3 Bestrahlungen hinter mir habe, ist mein PSA-Wert momentan nicht feststellbar. Seit der OP sind es fast 11 Jahre her.
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Michi,
anfangs hatte ich mich mit einem PSA 119 tatsächlich fast aufgegeben. Inzwischen hat sich meine Prognose so weit verbessert, dass ich von 10-12 Jahren ausgehe.
Jens,
ja, Du hast recht. Bereits vor meiner Erkrankung waren die Beziehungen zu meinem Sohn und meiner Schwiegertochter nicht in Ordnung. Die beiden haben meiner Frau mit verschiedenen Aussagen sehr weh getan.
Karl,
Du hast recht, es fehlt vor allem meiner Schwiegertochter an jeglicher Empathie und leider auch meinem Sohn.
Ich bin mit meinem Verlauf recht zufrieden. Mitte Februar endet meine Strahlentherapie, dann wird nur noch alle drei Monate mein PSA und das Testosteron kontrolliert. Inzwischen bin ich bei 0,032, Tendenz fallend. Die ATD+ mache ich weiter, wie lange ist noch offen. Nach der OP hatte ich überall Inkontinenz-Unterlagen, im Bett, im Auto, auf der Couch, trotz Vorlagen. Inzwischen brauche ich die Unterlagen nicht mehr, Vorlagen brauche ich trotzdem noch.
Manfred,
Meine Frau hatte ihren Nachlass entsprechend geregelt. Ich habe das gleich nach meinem PSA 119 gemacht und meine Tochter vor der OP nochmals entsprechend instruiert. Inzwischen freue ich mich schon auf das Ende der Strahlentherapie, dann geht es wieder aufwärts.
Liebe Grüße
Martin
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Martin, ich finde es schwierig hier was dazu zu sagen. Aber nur soviel, trauer dem nicht nach, sollte es nicht zu einer Ausprache mit deinem Sohn kommen. Sieh nach vorne! Immerhin hast Du noch eine verständnisvolle Tochter. Ich würde das in meinem Nachlass genau so berücksichtigen. Außerdem wirst Du Du noch viele, viele Jahre vor Dir haben, da bist Du auf dem besten Weg.
LG, Manfred
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Hallo Martin,
ich schließe mich Jens an, zwischen euch ist schon vorher etwas nicht in Ordnung gewesen. Ich möchte das Verhalten deines Sohnes nicht kommentieren, aber es fehlt ihm an Emphatie. Das bedeutet auch, wenn du Dinge mit Ihm regeln willst, dann muss die Aktion von dir aus gehen, er wird nicht darauf kommen, wie wichtig dir eine Aussprache ist. Man muss keinen Streit beginnen, aber sein Verhalten solltest du ihm schon spiegeln, was löst es in dir aus, wenn er sich schon mal Teile des "Erbes" sichert? Von der Schwiegertochter kannst du nicht mehr erwarten, als von deinem Sohn, Enkel würde ich nie mit meiner Krankheit konfrontieren.
Mein Informiertenkreis ist handverlesen, und damit geht es mir gut, das macht den Kreis mit denen ich sprechen kann aber auch sehr klein und Nachfragen kommen mittlerweile aus der Familie weniger als von den drei informierten Freunden. Was mir aber auch klar ist, wenn man nur ein paar mal im Jahr Kontakt hat, fragt man, wie es einem geht. Ich bin ziemlich einsam durch die Krankheit und die Depression gegangen, weil ich niemanden belasten wollte, da waren dann professionelle Ansprechpartner und das Forum hier mein Ersatz.
Gut, dass sich deine Tochter kümmert, aber wo stehst du mit deinem PCa, wie ist der Verlauf, welche Therapien laufen welche Optionen hast du?
Dir alles Gute,
Karl
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Martin; für mich liest sich das eher so, dass in den Beziehungen zu deinem Sohn usw. bereits vor der Erkrankung nicht alles im Lot war? Das ist schade.
Von unseren Kindern wäre nie einer auf die Idee zu kommen sofort "Teile" aus unserem Haus mitzunehmen. Im Gegenteil. So kenne ich das auch von anderen Betroffenen.
Die kleinen Enkel sind die größte Freude für Opas und Omas.
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Martin, hast du dich selber schon aufgegeben? Auch mit diesen PSA kann man noch lange gut weiterleben. Was sagt dein Urologe? Oder warst du da noch nicht?
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Ich habe meiner Tochter und meinem Sohn im Mai von meinem PSA 119 erzählt. Eva hat sich gleich zu informieren begonnen, auch hier im Forum. Mein Sohn hat uns mit seiner Familie immer nur sehr selten besucht. Als er von dem PSA 119 erfahren hat, war er gleich da. Ist das Haus schon abbezahlt? Meine Nikon-Fotoausrüstung hat er mitgenommen. Beim 2. Besuch auch meine neuen Festplatten für das NAS. Brauchst du die noch? Seitdem ist er nicht mehr gekommen, auch nicht zu Weihnachten.
Zu meinen früheren Arbeitskollegen und Arbeitskolleginnen habe ich noch immer guten Kontakt. Ich wurde immer noch zu Firmenfeiern eingeladen. Jetzt habe ich mich einmal "vorläufig" verabschiedet. Über Whatsapp erkundigen sie sich noch immer über mein Befinden und bieten mir, falls nötig, Hilfe an.
Meine Schwiegertochter fragt nie, wie es mir geht. Auch meine 9-jährige Enkeltochter wird von mir ferngehalten. Vielleicht gibt es den Opa bald nicht mehr? Auch bei meiner Frau war es so.
Von einem Nachbarn weiß ich, dass er ebenfalls betroffen ist. Ich habe versucht mich mit ihm auszutauschen. Er ist da nicht sehr gesprächig.
Sonst habe ich nur einem Verwandten davon erzählt, er ist älter als ich und eine Art Vertrauensperson.
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Damit habe ich kein Problem. Meine Antwort darauf: "Weihnachten ist öfter".
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Hallo Gerold,Zitat von Gerold58 Beitrag anzeigenIn meiner Familie wurde von Anbeginn völlig offen über das Thema gesprochen.Im Freundes und Bekanntenkreis haben schon einige OP hinter sich deshalb wird über Prostatakrebs genauso wie über Zahnschmerzen gesprochen. OK, es gibt auch Ausnahmen
was du beschreibst, ist ja eine "Banalisierung" des PCa, und wenn du damit gut fährst passt das ja. Bei mir konnte das nicht funktionieren, ich mag kein Mitleid, Mitgefühl wäre schön. Sicherlich hat mein diagnostischer Verlauf auch seinen Anteil daran: immer wenn ein Arzt in Aussicht stellte, dass es "nicht so schlimm kommen müste" kam es immer schlimmer - vier mal in Folge!
Mit einem "das ist doch alles nicht so schlimm" - hatte ich mal von einer wenig einfühlsamen Ärztin, welche Krebserkrankung trifft einen Mann noch mehr in seinem Selbstbild? In meinem Erleben, gehen wir Männer nicht offen mit Zeugungsunfähigkeit, Impotenz und Inkontinenz um - ich informiere niemanden über meinen Sexualstatus und auch das süffisante: "Haben Sie noch Sex, oder spielen Sie schon Golf?" kommt mir nicht über die Lippen.
Karl
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In meiner Familie wurde von Anbeginn völlig offen über das Thema gesprochen.Im Freundes und Bekanntenkreis haben schon einige OP hinter sich deshalb wird über Prostatakrebs genauso wie über Zahnschmerzen gesprochen. OK, es gibt auch Ausnahmen
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Hallo Armin,
Schön, dass du ein gutes Verhältnis zu
deinen Kindern hast, auch das ist nicht selbstverständlich. Bei meiner Frau ging das Verhältnis auch wegen Erbstreitigkeiten in die Brüche. Meine Frau sah sich zurückgesetzt, aber es war wohl mehr das traditionelle Rollenverständnis meiner Schwiegermutter geschuldet, die beiden Mädchen sind gut versorgt durch ihre Männer, der Sohn muss seine Familie ernähren. Nur die Einstellung meines Schwagers, ich nehme das Geld aber beim Aufwand, schön,jeder sein Drittel....
Damit wir wieder beim Thema wären, wenn dir 1/4 deines Lebens vermittelt wird, 'du bist dumm ' dann trägst du deine Schwächen nicht nach Außen.
Ich hatte drei Psychologen in der Reha und vier in der Begleitung, da mache ich sieben Mal Seelen-Striptease da reicht es dir auch mal mit der Offenheit.
Viele Grüße,
Karl
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Hallo Karl,
ich habe ja noch meine Kinder, die ein sehr gutes Verhältnis zu uns haben. Und einige Geschwister meiner Frau treffen wir auch regelmäßig. Familie ist also schon noch da, nur halt nicht mehr meine Geschwister.
Da hat das liebe Geld und Erbstreitigkeiten für soviel Ärger gesorgt, die auch nie von meiner Seite aus gingen.
Irgendwann sagt man sich, lieber kein Kontakt und damit keinen Ärger mehr.
Daher haben wir halt eher Kontakt mit Freunden, da herrscht ein gutes Vertrauensverhältnis und man kann über alles reden, auch über PCa. Wo wir dann wieder beim Thema wären.
Ich habe früher in einer Guggenband gespielt, in einer Saison waren gleich zwei Mitglieder zur selben Zeit an PCa erkrankt, beide haben dass in unserem Verein auch offen kommuniziert. Und wir waren 25 Aktive Musiker.
Ich fand das toll, wie die das gemacht haben, jeder hat ihnen ihr Mitgefühl ausgedrückt, aber sie wollten ja trotzdem am Karneval sich nicht den Spaß nehmen lassen, bei den Umzügen mit zu laufen oder auf großen Veranstaltungen auf der Bühne zu stehen.
Viele Grüße
Armin
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Hallo Armin,
tut mir leid, wenn deine Familie so auseinander gefallen ist. Ich habe ein gutes Verhältnis zu meiner älteren Schwester und meinem jüngeren Bruder, mein 1,5 Jahre älterer Bruder ist der Egoist geblieben, der er immer war.
Schon eigenartig, wenn einem der Schwager näher steht als der Bruder.
Viele Grüße,
Karl
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Hallo Karl,
dass die Info bei meinen Brüdern angekommen ist, weiß ich auch nur, weil eine meiner jüngeren Schwestern meiner Tochter bei Facebook geschrieben hat, dass die Nachricht angekommen ist.
Kein Wort des Mitgefühls oder so, kein Danke.
Wenn ich mir überlege, dass wir früher zu Hause mit sieben Kindern waren und dass da heute kein Kontakt mehr besteht, außer zu den Kindern meiner schon früh verstorbenen Schwester, lässt dass tief blicken.
Aber dafür hat man ja Freunde, die kann man sich aussuchen, Verwandte hat man ja so.
Gruß Armin
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Armin,
ging mir genauso, mit meinem älteren Bruder habe ich kein so enges Verhältnis, er hat auch immer den PSA-Test verteufelt - aber hilft nichts, ich habe ihn genauso informiert. Auch sehr nett, obwohl wir uns bei einigen Geburtstagen sehen, er hat nie gefragt wie es mir geht. Zum Vergleich, ich rief ihn sogar an, als er nur einen Bandscheibenvorfall hatte. Aber du hast Recht, 'so sind wir nicht.....'
Die Info an meinen Sohn zu geben fiel mir auch sehr schwer, ich habe erst nichts gesagt, ich wollte immer auf die Diagnose warten, "Sie haben es hinter sich!" aber die habe ich nicht bekommen. Ich wollte ihn einfach beruhigen, nach dem Motto: ich habe mir PCa eingefangen, aber ich habe es wieder im Griff. Er war schockiert, das merkte ich an seiner Reaktion: "Aber, du wirst doch wohl noch die Geburt deiner Enkeltochter erleben?" Übersetzt hieß das: 'Lebst du in vier Monaten noch?'
Karl
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