Erster PSA-Wert nach REHA bei 0,04

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  • Wolfgang22
    Benutzer
    • 17.11.2025
    • 30

    #1

    Erster PSA-Wert nach REHA bei 0,04

    Hallo Leidgeprüfte,

    bei meiner Prostatektomie am 4.12.2025 (Gleason 7b, Tomorstadium 3a, R0, PSA 11,2) wurden mir alle Lymphknoten entfernt.
    Leider war die DaVinci-OP auch NICHT nerverhaltend. Prostata hatte 116ccm bei Gleason 8 (später auf 7b downgegradet, was selten genug vorkommt).
    Insgesamt trug ich vor und nach der OP über 7 Wochen einen Dauerkatheter (den dicksten).
    Bei der REHA war ich alles andere als trocken. Die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Inkontinenz wurde mit 50:50 eingestuft.
    Mittlerweile bin ich (60 Jahre) aber komplett kontinent. Darüber hinaus topfit.

    Zur schematischen Verdeutlichung meine PSA-Werte:
    02.12.2025 (2 Tage vor OP): 11,2
    07.01.2026 (1.Tag der REHA): 0,07
    27.01.2026 (21.Tag der REHA): 0,04
    05.05.2026 (1.Kontrolle): 0,04

    Ist die Entwicklung des PSA-Wertes in Ordnung🤔??
    Ich wäre sehr dankbar über einige Erfahrungswerte🤗
  • Wolfgang1965
    Benutzer
    • 19.11.2022
    • 830

    #2
    Hallo Namensvetter,

    das sieht erstmal nach einer gesunden Entwicklung aus, wenn man die Parameter so liest. Wenn Du schreibst, es wurden "alle" Lymphknoten entfernt dann hoffe ich mal,
    dass nicht wirklich alle entfernt wurden, sondern nur eine ausgedehnte Entnahme (Ektomie) gemacht wurde:-)

    Was Deine Frage zur PSA-Wert Entwicklung angeht sieht das auch sehr gut aus. Wichtig wäre allerdings ob vor dem Wert ein < Zeichen steht und ob die 0,04 die Nachweisgrenze
    des Labors ist? Ich gehe davon aus, dass in verschiedenen Laboren gemessen wurde, also dem in der REHA und zuletzt bei dem Deines Urologen?

    LG
    Wolfgang

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    • Wolfgang22
      Benutzer
      • 17.11.2025
      • 30

      #3
      Ja, es ist korrekt. Der PSA-Wert während der REHA und mein erster PSA-Wert nach der REHA wurden in unterschiedlichen Laboren gemessen.
      Ich denke aber auch, dass ich für den Moment zufrieden sein kann.
      Mir wurden 15 Lymphknoten entfernt. Ich dachte, dass folglich alle entfernt wurden, bin aber kein Mediziner.
      Und....Dankeschön🤗...für deine Einschätzung.
      LG, Wolfgang

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      • buschreiter
        Benutzer
        • 21.01.2013
        • 1134

        #4
        Hallo Wolfgang, ich durfte in der Reha Männer kennenlernen, denen über 50 Lymphknoten entfernt wurden. Sei froh, dass Dir das erspart geblieben ist, die Nebenwirkungen waren kein Zuckerschlecken. Die Entwicklung des PSA finde ich ok, leider lese ich nirgends, ob die Lymphknoten alle krebsfrei waren?
        Meine PCa-Geschichte: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=494

        Kommentar

        • Wolfgang22
          Benutzer
          • 17.11.2025
          • 30

          #5
          Ein Lymphknoten war befallen. Wobei ich denke, dass das Risiko eines Rezidivs sich dabei nur geringfügig erhöht, schließlich waren die Schnittränder krebsfrei.
          LG, Wolfgang

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          • Horst1949
            Benutzer
            • 21.12.2012
            • 236

            #6
            Toi, toi, toi - möge sich die Tendenz fortsetzen.
            Alles Gute dazu vom Mittelrhein

            Kommentar

            • Michi1
              Benutzer
              • 25.10.2015
              • 3784

              #7
              Nach der AHB war bei mir der PSA auch bei 0,09. Der Urologe hat dann geartet, erst nach einem halben Jahr, als er gestiegen war auf 0,32 wurde ich zur Bestrahlung geschickt.
              Immer positiv denken!!!

              http://de.myprostate.eu/?req=user&id=814

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              • TigerShark
                Benutzer
                • 08.05.2025
                • 79

                #8
                Zitat von Wolfgang22 Beitrag anzeigen
                ... wurden mir alle Lymphknoten entfernt.
                Der Mensch hat hunderte bis tausende Lymphknoten, die überall im Körper vorkommen und die man auch braucht. Es wurden natürlich nicht alle entfernt. Bei der OP wird lediglich eine bestimmte Anzahl von pelvinen (Becken-) Lymphknoten entfernt. Meist so zwischen 5-20. Beim einen mehr, beim anderen weniger. Bei machen auch gar keiner. Es ist übrigens auch gar nicht gut, soviele Lymphknoten wie möglich zu entfernen, da dadurch das Risiko eines Lymphödems oder einer Lymphozele steigt. Und das will man beides nicht haben. Die Entfernung der Lymphknoten dient hauptsächlich dazu, das Risiko einer Metastasierung genauer einzuschätzen.

                Zum PSA: Ist dein Wert genau 0,04 oder unter 0,04 (also <0,04)? Wie Wolfgang1965 schreibt, ist das ein kleiner, aber sehr wichtiger Unterschied!

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                • Wolfgang1965
                  Benutzer
                  • 19.11.2022
                  • 830

                  #9
                  Zitat von Wolfgang22 Beitrag anzeigen
                  Ein Lymphknoten war befallen. Wobei ich denke, dass das Risiko eines Rezidivs sich dabei nur geringfügig erhöht, schließlich waren die Schnittränder krebsfrei.
                  LG, Wolfgang
                  Ui, das hattest Du nicht erwähnt. Das macht zwar aktuell keinen Unterschied was das weitere Vorgehen angeht, also nur regelmäßig den PSA-Wert zu messen, prognostisch macht es aber
                  schon einen Unterschied, da es zeigt, dass Krebszellen bereits über die Lymphbahnen ausgetreten sind und damit das Rezidivrisiko signifikant erhöht ist. Wie lautet denn die gesamte Formel
                  im Histologiebericht, also was steht hinter dem pT3a?

                  LG
                  Wolfgang

                  Kommentar

                  • Wolfgang22
                    Benutzer
                    • 17.11.2025
                    • 30

                    #10
                    Zitat von TigerShark Beitrag anzeigen

                    Der Mensch hat hunderte bis tausende Lymphknoten, die überall im Körper vorkommen und die man auch braucht. Es wurden natürlich nicht alle entfernt. Bei der OP wird lediglich eine bestimmte Anzahl von pelvinen (Becken-) Lymphknoten entfernt. Meist so zwischen 5-20. Beim einen mehr, beim anderen weniger. Bei machen auch gar keiner. Es ist übrigens auch gar nicht gut, soviele Lymphknoten wie möglich zu entfernen, da dadurch das Risiko eines Lymphödems oder einer Lymphozele steigt. Und das will man beides nicht haben. Die Entfernung der Lymphknoten dient hauptsächlich dazu, das Risiko einer Metastasierung genauer einzuschätzen.

                    Zum PSA: Ist dein Wert genau 0,04 oder unter 0,04 (also <0,04)? Wie Wolfgang1965 schreibt, ist das ein kleiner, aber sehr wichtiger Unterschied!
                    Er war bei der Reha 0,04 und 4 Monate später erneut bei 0,04. Der Chefarzt sprach von einem fantastischen Ergebnis, ebenso der Leiter einer erfahrenen Selbsthilfegruppe.

                    LG, Wolfgang

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                    • Wolfgang22
                      Benutzer
                      • 17.11.2025
                      • 30

                      #11
                      Zitat von Wolfgang1965 Beitrag anzeigen

                      Ui, das hattest Du nicht erwähnt. Das macht zwar aktuell keinen Unterschied was das weitere Vorgehen angeht, also nur regelmäßig den PSA-Wert zu messen, prognostisch macht es aber
                      schon einen Unterschied, da es zeigt, dass Krebszellen bereits über die Lymphbahnen ausgetreten sind und damit das Rezidivrisiko signifikant erhöht ist. Wie lautet denn die gesamte Formel
                      im Histologiebericht, also was steht hinter dem pT3a?

                      LG
                      Wolfgang
                      L0 V0 Pn1 R0 !!
                      Sowohl der Chefarzt (Operateur) welchen ich gestern kontaktiert hatte, als auch der erfahrene Leiter der Selbsthilfegruppe Kassel sprachen von einer fantastischen Entwicklung.

                      Liebe Grüße, Wolfgang

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                      • Wolfgang22
                        Benutzer
                        • 17.11.2025
                        • 30

                        #12
                        Zitat von Wolfgang22 Beitrag anzeigen

                        L0 V0 Pn1 R0 !!
                        Sowohl der Chefarzt (Operateur) welchen ich gestern kontaktiert hatte, als auch der erfahrene Leiter der Selbsthilfegruppe Kassel sprachen von einer fantastischen Entwicklung.

                        Liebe Grüße, Wolfgang
                        Pn1, deshalb war die OP NICHT nerverhaltend. R0 zeigt allerdings, dass alles erfolgreich entfernt wurde, eben auf Kosten der Nerven.
                        Bei mir wurde das Risiko eines Rezidivs auf ca. 50:50 eingeschätzt. Bei fortwährender gesunder Lebensweise auf 30:70 !!
                        Ich habe mit dem Rauchen komplett aufgehört. Außerdem die Ernährung umgestellt. Und zugleich habe ich 5kg an Körpergewicht verloren (durch Disziplin, trotz Rauch-Stopp).
                        Meine Fitness ist mittlerweile besser als vor 10 Jahren.
                        Ich trinke außerdem täglich Granatapfelsaft und zur Prophylaxe eines Prostatakrebs-Rezidivs nehme ich täglich Sulforafan und Vitamin D3 in einer angemessenen Dosierung.
                        Ich mache mir auch tatsächlich nicht zuviele Gedanken, denn dies würde meine Lebensqualität beeinflussen.
                        Im März war ich auf Teneriffa und im April in LA. Und mir geht es körperlich von Tag zu Tag besser. Und wenn ich Lust darauf habe, dann packe ich morgen wieder meine Koffer😎.

                        Liebe Grüße, Wolfgang

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                        • TigerShark
                          Benutzer
                          • 08.05.2025
                          • 79

                          #13
                          Zitat von Wolfgang22 Beitrag anzeigen

                          ...
                          Sowohl der Chefarzt (Operateur) welchen ich gestern kontaktiert hatte, als auch der erfahrene Leiter der Selbsthilfegruppe Kassel sprachen von einer fantastischen Entwicklung....
                          Phantastisch ist es nur, solange es so bleibt. Bei unserem Krebs muss man leider praktisch ständig damit rechnen, dass er irgendwann nochmal wiederkommen könnte. Falls das PSA jemals über 0,2 steigen sollte, ist es also nicht mehr phantastisch. Natürlich wollen wir den Teufel nicht an die Wand malen, aber man muss das zumindest im Hinterkopf behalten, du hast ja selbst die Rezidivrisiken angeführt. Bis dahin bist du ja offenbar dabei, dein Leben zu genießen, was man bei so einer Erkrankung ja auch unbedingt machen sollte. Ich wünschte, ich könnte das auch, bin aber leider im tristen Arbeitsalltag gefangen.



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