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Charite und Martini-Klinik: Onlinesprechstunde

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    Charite und Martini-Klinik: Onlinesprechstunde

    Hallo zusammen,

    mein Bruder hat vor ein paar Tagen die Diagnose Prostatakrebs erhalten.
    Gleason 3+4.

    Wir leben in Polen. Hier wird ihm vor allem eine Strahlentherapie vorgeschlagen. Er erwägt außerdem CyberKnife und Protonentherapie.

    Wir suchen auch einen guten Arzt in Deutschland, der uns bei der Entscheidungsfindung unterstützen könnte. Am liebsten ohne eine Reise nach Deutschland, also entweder per Videokonsultation oder als schriftliche Zweitmeinung auf Basis der Untersuchungsergebnisse (die wir der Klinik übersetzt zusenden würden).

    Konkret überlege ich, mich zu wenden an:
    • Martini-Klinik Hamburg, Prof. Graefen
    • Charité – Universitätsmedizin Berlin, Prof. Schlomm
      (wobei man dort ja keinen Termin bei einem bestimmten Arzt buchen kann – erst nach Sichtung der Unterlagen wird entschieden, wer die Beratung übernimmt)

    Da dies ein deutsches Forum ist, haben die meisten von euch solche Konsultationen vermutlich persönlich und nicht aus der Ferne gemacht. Aber vielleicht gibt es hier jemanden, der bereits Erfahrung mit einer solchen Dienstleistung hat?

    Und falls nicht: Bitte teilt trotzdem eure Meinung.
    Ist die Martini-Klinik die bessere Wahl? Oder eher die Charité? Oder vielleicht jemand ganz anderes?

    Ich wäre für jede Rückmeldung sehr dankbar.

    Viele Grüße
    Jolanta

    #2
    Also ich kann aus meinen eigenen Erfahrungen in der Martini-Klinik berichten, wenn man weiter von Hamburg entfernt wohnt (bin selbst von Prof. Graefen operiert worden und lebe in Süddeutschland):

    Erst muss man Kontakt per e-Mail oder Telefon aufnehmen und seine gesammelten Unterlagen hinschicken (z. B. Biopsie-Ergebnis, MRT-Bilder auf DVD, ...). Dann wird ein Termin zur telefonischen Besprechung mit einem der Operateure vereinbart, wo nochmal die therapeutischen Möglichkeiten erörtert werden und insbesondere natürlich die Prostatektomie mit allen Aspekten und Vor- und Nachteilen besprochen wird. Wenn man sich für die OP entscheiden sollte, kann man dann im Anschluss an das Telefongepräch gleich einen OP-Termin vereinbaren.

    Das ganze läuft also durchaus aus der Ferne und ohne persönliche Vorstellung. Letztere ist wahrscheinlich eher bei in der Nähe von Hamburg wohnenden Patienten üblich. Aber da die Klinik Patienten aus der ganzen Welt hat, ist die Besprechung über Telefon wohl dort durchaus üblich.

    Achso: Man kann sich den Operateur dort schon aussuchen, allerdings wahrscheinlich nur als Privatpatient/Selbstzahler. Man muss natürlich auch bedenken, dass man in der Martini-Klinik eher eine Empfehlung zur OP ausgesprochen bekommt, das ist schließlich das Hauptgeschäftsmodell dort.

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      #3
      Moin!
      Welche Klinik die bessere Wahl ist kann ich nicht beurteilen!

      Ich, Kassenpatient, habe mich, per e-mail, an die Martini-Klinik, mit der Bitte um einen Termin für eine Zweitmeinung gewandt.
      Am selben Tag noch erhielt ich einen Anruf aus Hamburg, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich meine Unterlagen/Berichte/MRT etc.
      zur Martini-Klinik schicken sollte, dann würde mir, auf Wunsch, entweder ein Termin für ein persönliches, oder fernmündliches Gespräch angeboten.
      Aus persönlichen Gründen habe ich die Möglichkeit für einen fernmündlichen Kontakt genutzt.
      Nachdem meine Unterlagen in Hamburg waren und gesichtet werden konnten, hat man mir einen Termin für ein Telefonat mitgeteilt.
      Wenige Tage nach meinem Erstkontakt erhielt ich einen Anruf von einer Oberärztin, welche mir meinen Zustand erläuterte und mir eine
      Therapieempfehlung gab.
      Wenige Tage später bereits hatte ich einen Termin für eine Prostata-OP.
      Ein konventionelle OP hätte innerhalb von 3 Wochen durchgeführt werden können, eine DaVinci-OP war nach ~ 8-10 Wochen möglich.

      Ich habe mich für die DaVinci-Methode entschieden.

      Der Aufenthalt/die Behandlung dort dauerte 4 Tage und verlief komplikationsfrei.
      Ich würde mich wieder dort behandeln lassen.

      Einige meiner Bekannten haben sich in einer Prostata-Klinik in Gronau [ https://www.st-antonius-gronau.de/ ] behandeln lassen.

      Ich wünsche ihnen alles Gute!

      mfg hans

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        #4
        Zitat von TigerShark Beitrag anzeigen
        [...]eher eine Empfehlung zur OP ausgesprochen bekommt, das ist schließlich das Hauptgeschäftsmodell dort.
        Moin!

        Ob Bestrahlung, oder OP, hängt sicher auch auch vom Alter des Patienten, von der Größe der Prostata und vom Fortschritt der Krankheit ab.

        mfg hans

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          #5
          Zitat von hansherbert Beitrag anzeigen
          Ob Bestrahlung, oder OP, hängt sicher auch auch vom Alter des Patienten, von der Größe der Prostata und vom Fortschritt der Krankheit ab.
          So sollte es sein.

          Gruß von Henry

          Kommentar


            #6
            Zitat von hansherbert Beitrag anzeigen
            ...

            Ob Bestrahlung, oder OP, hängt sicher auch auch vom Alter des Patienten, von der Größe der Prostata und vom Fortschritt der Krankheit ab.

            ...
            Das ist ja eh klar. Ich meinte jetzt natürlich beim Vorliegegen mehrerer gleichwertiger Therapieoptionen für den individuellen Krankheitsfall wird in einer operativen Klinik halt eher zur OP geraten, bei einem Strahlentherapeuten eben eher zur Bestrahlung .....

            Kommentar


              #7
              Noch zur Info, Prof. Schlomm der Charite kommt aus der Martini Klinik, hat also deren jahrelange Erfahrung.

              Michael

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                #8
                Muss man in der Martini Klinik nicht 2000 Euro bei der OP zuzahlen ? Ich habe in der Reha jemanden kennen gelernt der das berichtete.

                Kommentar


                  #9
                  Für Patienten der GKVen gilt, nicht jede Versicherung übernimmt die Kosten einer Privatklinik. Dazu muss die Versicherung einen Selektivvertrag mit der Klinik haben, der in der Regel eine Zuzahlung für eine RALP (Wahlleistung) bis zur genannten Höhe vorsieht. Die Techniker übernimmt die Kosten z. B. für eine retropupische OP.

                  Bei den PKVen sind in der Regel keine Zuzahlungen vorgesehen, das hängt aber vom gewählten Tarif ab, der durchaus auch eine Kostenbeteiligung beinhalten kann.

                  Michael

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                    #10
                    Moin!
                    Einige gesetzliche Krankenkassen scheinen tatsächlich die Kosten für einen Einsatz des DaVinci-Systems [~2.000 €] bei einer OP in der Martini-Klinik nicht zu übernehmen.
                    Bei mir als AOK-Versicherter sind die OP-Kosten voll übernommen worden.

                    mfg hans

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                      #11
                      Ende 2019 hatte ich als gesetzlich Versicherter bei der TK exakt 2.000 Euro zuzahlen müssen für da Vinci in der Martiniklinik.
                      Die TK hatte damals einen Vertrag mit der Klinik, daher wurde ich aufgenommen.

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                        #12
                        Die Martini-Klinik rechnet auch bei Privatpatienten nicht direkt mit der Kasse ab, sondern mit dem Patienten. Der Zuschlag für die "roboterassistierte OP-Technik" von knapp 2000,- € wird dann auch von den meisten Privatversicherungen nicht erstattet, so dass man als Patient darauf sitzen bleit. Wie es dort genau bei GKV-Patienten ist, weiß ich nicht.

                        P.S. für eine bei dieser Krankheit weltweit führende Klinik mit top High-Volume-Operateuren (die auch noch nach Wunsch individuell ausgewählt werden können) und modernster OP-Ausstattung sollte es einem das aber wert sein. Man wird im Idealfall schließlich vom Krebs geheilt. Dafür würde manch einer bereit sein, noch viel mehr zu zahlen!

                        Da der Bruder der TO in Polen lebt, ist die Frage der Kostenerstattung etwas komplizierter. Im schlimmsten Fall müsstet ihr als Selbstzahler alles komplett bezahlen. Es sei denn, es gibt irgendein Europäisches Versicherungssystem, mit dem so ein Eingriff auch im Ausland abgedeckt ist....

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                          #13
                          TigerShark Die Wahl des Operateurs hast du meines Wissens nur als Selbstzahler oder privat Versicherter. Als Mitglied einer GKV mit Selektivvertrag mit der Martini Klinik ist dies eine Wahlleistung die zusätzlich vergütet werden muss.

                          Zu deiner zweiten Feststellung, nicht jeder kann sich diese Summe leisten. Es soll Menschen in Deutschland geben die nicht wissen wie sie den Monat über die Runden kommen.

                          Dazu gibt es in Deutschland jede Menge Kliniken die für eine RALP keine Zuzahlungen verlangen, aber genauso gut operieren.

                          Michael

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                            #14
                            Ich bin auch als Pflichtversicherter ohne Zuzahlung mit Da Vinci operiert worden.
                            Hab im Internet nachgeschaut: Das Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg macht im Jahr ca. 400 solche OP´s. Glaube nicht das die schlechter operieren.
                            Immer positiv denken!!!

                            http://de.myprostate.eu/?req=user&id=814

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                              #15
                              Ein sehr guter Bekannter von mir, hat 2022 seine private Versicherung kurz vor seiner Prostataoperation noch gewechselt, hat beim Wechsel nicht aufgepasst, als die Rechnung für seine Operation mit Da Vinci kam, mit 5 Tagen Krankenhausaufenthalt, schluckte er schon,
                              20000,- Euro, die neue Kasse zahlte nicht, er blieb auf den Kosten sitzen, seine Worte...., das zahlen dann halt die Erben!
                              Kosten die für die OP entstehen sollte man vorher genau abklären!!!

                              Lies
                              Prostatakrebs - Erfahrungsberichte (myprostate.eu)

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