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Vorstellung PCa, Saarländer, 54 Jahre

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    Vorstellung PCa, Saarländer, 54 Jahre

    Hallo zusammen,
    nun will/ muss ich mich hier nun leider auch vorstellen.
    Wäre lieber woanders unterwegs, vor allem auch gedanklich… aber so geht’s wohl ausnahamslos jedem hier im Boot.
    Vorab also allen Respekt an Euch… und vor allem Chapeau von soviel Zuversicht, auf die man doch hier immer wieder stößt.
    Und beängstigend, dass ich nicht alleine hier bin, mit meinen "u 60".


    Mein Name ist Patrick, bin (noch) 54 Jahre alt.
    Ich liebe Konzerte, klettere gerne, fahre Rad und Motorrad.

    Als „Kindskopf“, SpringInsFeld und quirliger Mensch (innerlich Mitte 20) hätte ich nicht gedacht, dass mich so etwasso früh trifft.

    Das passt so gar nicht zu mir und meiner erhofften Zukunft. Ich bin total down. Brauche wohl auch psychologische Hilfe, aber anyway.


    Kurz zu meiner Situation:
    Vorgeschichte lasse ich weg… es wurde nach einer – durch ärztliches Totalversagen heraufgeschworenen chronischen Prostatistis–
    im Herbst 2021 (als Zufallsbefund oder Folge der Entzündung) in einem multiparametrischen MRT Tumorzellen festgestellt.
    Zunächst geringer Befall, unter 1%.

    Danach folgten 4 Jahre aktiver Überwachung und zwei weitere Biopsien. Eine nach 1 Jahr, die letzte nach etwa 2 Jahren.
    Letzte Biopsie war im September 2025 – und nun nimmt das ganze offensichtlich Fahrt auf.

    Stand aktuell:
    13 Entnahmen, 16 Stanzungen. In 3 Stanzzylinder Befall.
    2 Stanzen stammen aus einer Läsion, aus der insgesamt 4 Proben entnommen wurden. Befall 10-30 % (Gleason 3+4)
    die 3. Stanze von woanders, Befall 20% (Gleason 4+3)
    Gesamt: Gleason Score: 7a, Malignitätsgrading nach Helpap: IIb , PSA: 10,3
    Es ist von a-typischen Drüsengewebe die Rede und von kibriformen Wachstumsmuster.
    Eine Stanze wird beschrieben mit einer High Grade Pin Läsion,mäßig bis wenig differenziert, allerdings ohne Tumorbefund.
    Es ist anzunehmen, dass die anhaltende Prostatitis dieses Gesamtbild verursacht.
    Das kibriforme Wachstumsmuster macht mir besonders Sorgen.

    Nachgereichte Horrorinfos verschiedenster Ratgeber und Quellen wie z.B. die hohe Wahrscheinlichkeit freier Tumorzellen im Blut nach Biospsien, oder ebenso freigelegter Tumorzellen nach RPE und Wahrscheinlichkeiten von Rezidiven, totaler Potenzverlust nach RPE, Spätfolgen wie Erschlaffung Schließmuskel nach 10-15 Jahren nach RPE und / oder alle zu erwartenden Spätfolgen von Strahlenbelastungen machten mich depressiv und lassen mich nicht mehr zur Ruhe kommen.


    Für mich steht fest:
    Wenn RPE, dann Martiniklinik.
    Wenn Bestrahlung, dann UKS Homburg, ggf. sogar in neuer Studie mit 5 statt 25 Bestrahlungen KI gestützt.
    Brachyytherapie habe ich mich bislang zu wenig informiert und hatte ich bislang nicht auf'm Schirm.

    Ich habe die letzten 10 Tage fast 1.500 € gelassen nur für Beratung Naturheilkunde und komplementärer Onkologie … und da ist die eigentliche Therapie noch nicht einmal dabei.
    Es geht darum, den PSA zu senken, die Zellteilung zu minimieren und dadurch Zeit zu gewinnen, was an kurativer Therapie für mich am Besten ist.
    Aber, da muss man schon ein dickes Bankkonto haben- und hilft das alles wirklich?

    Es soll nun als erstes ein PSMA PET Ct gemacht werden. Antrag bei Krankenkasse wurde abgewisen, Widerspruch läuft.

    Es soll in Homburg Saar durchgeführt werden. Jetzt las ich hier zum ersten Mal, dass es verschiedene Nuklide gibt… und das 89Zirkonium-Tracer sehr vielversprechend sein soll, das ausgerechnet dort im UKS entwickelt wurde.

    Bei mir soll jedochlF-18 Piflufolastat (Pyclari) zum Einsatz kommen, was in etwa gleich mit Gallum (?!) sein soll.
    Ich wusste gar nicht, dass es verschiedene Nuklide gibt… las hier im Forum zum ersten Mal davon.
    Nach Rücksprache mit einem Oberarzt wäre aber bei meinem PSA das Standard PSMA mehr als ausreichend.
    89 Zr würde die Krankenkasse keinesfalls übernehmen... selbst das reguläre wäre ich mit einem PSA um 10 schon eher fraglich dabei.



    Nun denne… um Ordnung reinzubringen stlle ich mal hier meine mich z.Zt. am meisten umtreibenden Fragen:


    Wer hier im Forum hat mein Setting (ca. 45-58 Jahre) und hat Erfahrungen mit…


    1. Radikaler Prostatektomie mit Da Vinci, vorzugsweise ggf. Martini Klinik

    1.1. Nervenschonend

    1.2. teilweiser Nerventfernung von befallenen Stellen

    … und dahingehend speziell zu

    a. ED und (hoffentlich) wiederkehrender Potenz .. (und wie gestaltet sich diese, gibt es Einschränkungen und wenn ja welche?)

    b. Kontinenz

    c. Rezidiven

    d. Lymphödemen

    Erfahrungswerte Tipps & Tricks


    2. Bestrahlung

    2.1. High Frequenz (KI gesteuert)

    2.2 Brachy


    3. Komplementäre Medizin, z.B. Pfeifer Protokolle

    Kennt jemand die, schonmal Erfahrungen gesammelt?
    (= Nahrungsergänzungsmittel, recht teuer… zentral scheint hormonsenkende Sitosterol Therapie zu sein.)


    Sorry für meinen langen Text. Es ist nur ein Bruchteil, was mir im Kopf umgeht.
    Ich hoffe es antworten ein paar Männer in meinem Alter bzw. Männer, die sich vor 10-20 Jahren mit Mitte 40-50 haben operieren oder bestrahlen lassen.
    Und ich hoffe... es sind ein paar hoffnungsvolle Erfahrungen dabei.

    Alle anderen... auch den Newbies hier wünsche ich von Herzen gut endendes 2026 und: Toi, toi, toi


    LG
    Patrick





    #2
    Hallo Patrick, das sind natürlich keine schönen Nachrichten, und die können einen auch ziemlich aus dem Leben reißen und zum Verzweifeln bringen. Ich war 41, ein Springinsfeld (bin ich immer noch) und hätte auch niemals gedacht, dass mich diese Erkrankung trifft, vor allen Dingen nicht in diesem Alter. Ich hatte erst RPE und danach noch Bestrahlung wegen eines biochemischen Rezidivs. Nun ist seit 2015 „Ruhe im Karton“! Ich habe meine Geschichte seit 2013 in myprostate.eu festgehalten, vielleicht magst Du ja lesen (Link ist in der Signatur)
    VG Achim
    Meine PCa-Geschichte: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=494

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      #3
      Patrik, du hast vier Jahre AS gemacht, da hat der Tumor schon Tumorzellen gestreut, mehr als eventuell durch die Biopsie. Also darüber brauchst du dir den Kopf nicht zu zerbrechen. Du fragst: "und hilft das alles wirklich?​" Es hilft zu wenig um feststellbar zu sein. Es hilft allerdings dem Geldbeutel des Therapeuten.
      Die Frage ist, was soll auf Grund des PSMA PET/CT für eine Therapie gemacht werden? Die Entscheidung ob OP, Bestrahlung oder Brachytherapie kannst du ohne PSMA PET/CT treffen. Das ist aber schwierig, da diese Therapien als gleichwertig gelten und es letztlich der Patient ist, der sich für eine Alternative entscheiden muss.
      Ich würde das PSMA PET/CT erst nach OP oder Bestrahlung machen. Wenn dabei Metastasen entdeckt werden, wird es schwieriger eine OP oder Bestrahlung zu bekommen. Das geht aber auch. Nur davon ist die Prostata weg, aber nicht die Metastasen. Jedenfalls wird man dir eine Hormontherapie empfehlen, wenn Metastasen entdeckt werden, und die hat deutliche Nebenwirkungen.

      Kommentar


        #4
        Vielleicht informierst du dich auch über eine neue Technik der Bestrahlung. Diese wurde bei einem Vortrag meiner Selbsthilfegruppe vorgestellt. Sie nennt sich Ethos (ART). Damit soll die Prostata sehr gezielt bestrahlt werden können und das bei größtmöglicher Schonung von Darm und Blase.
        Gruß von Henry

        Kommentar


          #5
          Moin Patrick,

          Ich war 58 bei Erstdiagnose, erfülle also Dein Anforderungsprofil nur knapp.
          Und ich möchte mich auch - relativ - kurz fassen, weil ich aus deinem Post den Eindruck gewinne, dass Dir - nachvollziehbar - der Kopf schwirrt.

          Wie Du schon selbst erkannt hast, ist das kribiforme Wachstumsmuster ein sehr entscheidender Fakor, der aus meiner Sicht Vorrang haben sollte und auch zu Deiner gedanklichen Entlastung komplementäre Behandlungsformen weit nach hinten schiebt.

          Beratungstermine in der Martiniklinik und im UKS Homburg werden Dir die notwendigen Entscheidungsgrundlagen verschaffen.

          Viele hier haben Operationen und Bestrahlungen hinter sich und erfreuen sich einer guten Lebensqualität.

          Deine mentalen Kapazitäten benötigst Du jetzt für die unmittelbar bevorstehenden Entscheidungen, mit möglichen Folgen kannst Du Dich auseinandersetzen, falls sie überhaupt auftreten sollten.

          Eine psychotherapeutische Unterstützung möchte ich Dir nahelegen, auch wenn es nicht einfach ist, Termine zu bekommen. Probatorische Sitzungen müssen meines Wissens zeitnah angeboten werden, vielleicht hilft das schon einmal, auf den Weg zu kommen.

          Ich bin jetzt fast 62, ich habe eine potenziell lebenszeitverkürzende Erkrankung, und mir geht es gut!
          Ich sehe, dass es Mittel und Wege gibt, die Erkrankung zu heilen oder in ein chronisches Stadium zu überführen, mit dem ein erfülltes Leben möglich ist. Ich sehe, dass es viele erkrankte Männer gibt und es sich für die Pharmaindustrie lohnt, immer wieder bessere Therapien zu entwickeln, so dass es wahrscheinlich in nicht allzu ferner Zukunft viel wirksamere Therapien geben wird, so dass sich unsere Lebenserwartung nicht wesentlich von Gesunden unterscheiden wird.

          Also: Lass den Kopf nicht hängen, und gehe einen Schritt nach dem anderen. Du schaffst das!
          Grüße aus dem Norden
          Thomas

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            #6
            @ Trekker
            Wenn Bestrahlung, dann KI gesteuert mit Linearbeschleuniger Varian Ethos.
            Das ist klar. Momentan läuft Studie, da kommt aber nicht jeder rein. Anatomische Voraussetzungen müssen erfüllt sein.
            Meine Blase momentan suboptimal, da zu dicht an Prostata aufliegend. Aber das müsste noch geklärt werden.
            Wenn, da nn bedeutet das aber: 5 x weniger bestrahlen, dafür 5fach höhere Dosis, wenn ich die richtig verstanden habe.
            Oder eben standard.

            @ Georg
            Das demotiviert mich wieder.
            Die hatten mir nie was von „streuen“ gesagt, sonst hätte ich das wohl nicht gemacht.
            Der Befall war ja zudem sehr gering.

            Was die komplementäre Medizin betrifft:
            Nachweisbar / Messerbar sollte die radikale Reduzierung des PSA Werstes sein. Halbierung innerhalb eines Monats, unter 3 innerhalb 2 Monaten.
            Aber… was das dann bedeutet… und ja… viel Geld und Menge Pillen… und letztlich auch sowas wie Thestosteron Senkung bin hin zu Kastrat..

            Das mit dem PSMA PET CT NACH der kurativen Behandlung hat mir auch niemand gesagt.
            Die sagten bislang alle VORHER.
            Ein Professor meinte, wenn Metastasierung, dann besser Bestrahlung als OP.

            @ Buschreiter
            Oh je….

            @ Küsten Tom:
            nee… bislang konnten die Beratungstermine eben noch nicht helfen, mich zu entscheiden.
            Martiniklinik hatte ich noch keine OP Beratung. Mache ich dann jetzt.
            Aber eben am UKS. Die machen auch viele OPs und eben moderne Bestrahlungen.

            Aber was soll ich sagen, Pest und Colera.
            Mein Urologe meinte: Auf keinen Fall OP. Er kenne keinen Patienten, der danach noch potent war. Tote Hose wäre Programm.
            Beratungsgespräch im UKS (Vorgespräche mit Oberarzt) meinte:
            Auf jeden Fall OP bei jüngeren Patienten. Denn ALLE Bestrahlungspatienten bkämen Spätfolgen (lange Liste).
            Nicht jeder bekommt alle…aber man weiß nie was. Und die treten erst nach ca. 10-15 Jahren ein.
            (Blasengeschwüre, Blasenkarzinome, chronische Entzündugen in Urinal und Darmtrakt).
            Ich habe schon Reizdarm und ne Harnröhrenverengung. Daher tendierte ich doch zur OP.
            Aber dann kamen andere Schauergeschichten… OP 60 % ED…, hohe Wahrscheinlichkeit biochemisches Rezidiv, etc.

            Wie gesagt… nirgendwo ein Lichtblick. Ich kann's mir aussuche​n

            Und dann habe ich hier erstmals was von Lymphknotenentfernung der Prostataloge gelesen... und den Lymphödemen, wo hier ja auch einige sehr schwer zu leiden haben. Ein PSMA PET CT könnte das wohl dahingehend optimieren, dass alle drin bleiben oder eben nur da was entfernt wird, wo was ist...

            Kommentar


              #7
              Ganz ehrlich, da wird das Pferd mal wieder von der falschen Seite aufgezäumt. Ich würde jetzt erst mal die Fachmeinungen abwarten und dann bei Bedarf um Alternativen mich bemühen. Wenn und aber bringt nur maximale Verunsicherung. Das Forum kennt dich nicht und für eine erfolgreiche Therapie spielen auch andere Faktoren eine Rolle. Nebenerkrankungen? Körperliche Verfassung usw...

              Michael

              Kommentar


                #8
                [QUOTE=hope71;

                Aber was soll ich sagen, Pest und Colera.
                Mein Urologe meinte: Auf keinen Fall OP. Er kenne keinen Patienten, der danach noch potent war. Tote Hose wäre Programm.
                Beratungsgespräch im UKS (Vorgespräche mit Oberarzt) meinte:
                Auf jeden Fall OP bei jüngeren Patienten. Denn ALLE Bestrahlungspatienten bkämen Spätfolgen (lange Liste).
                Nicht jeder bekommt alle…aber man weiß nie was. Und die treten erst nach ca. 10-15 Jahren ein.
                (Blasengeschwüre, Blasenkarzinome, chronische Entzündugen in Urinal und Darmtrakt).
                Ich habe schon Reizdarm und ne Harnröhrenverengung. Daher tendierte ich doch zur OP.
                Aber dann kamen andere Schauergeschichten… OP 60 % ED…, hohe Wahrscheinlichkeit biochemisches Rezidiv, etc.

                Wie gesagt… nirgendwo ein Lichtblick. Ich kann's mir aussuche​n

                [/QUOTE]




                Mal abgesehen davon, dass Du bei Suche im Forum etliche Teilnehmer findest, die nach OP noch zu Erektionen fähig sind und die Aussage des Urologen daher Blödsinn ist, geht es doch im Kern zunächst darum, eine potenziell tödliche Erkrankung zu heilen.
                Nebenwirkungen sind bei allen Therapien leider möglich, aber keinesfalls garantiert. Sollten sie auftreten, gibt es in vielen Fällen Wege, damit umzugehen. Erektionen sind auch nur dann wichtig, wenn Du lebst.

                Rezidive gehören leider auch zur Realität, aber da bist Du ja noch gar nicht! Im Falle der OP gäbe es mit Bestrahlung dann auch noch eine Zweitlinienoption.
                Und auch nach Bestrahlung gibt es Optionen.

                Vor dem Dilemma bei diesen grundlegenden Entscheidungen haben alle hier gestanden, das ist Sch…., nimmt Dir aber leider niemand ab.

                Und was Deine Reaktion auf Achim (buschreiter) angeht: Warum denn oh je? Er hat doch aufgezeigt, dass er seit 10 Jahren krebsfrei ist, das ist doch als positives Beispiel gedacht!

                Bei Harnröhrenverengung und Reizdarm würde ich auch zur OP tendieren.

                Also: Es ist nicht schön, aber es muss auch lange nicht so schlimm sein, wie Du es Dir ausmalst.





                Grüße aus dem Norden
                Thomas

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                  #9
                  Hallo Patrick,

                  ich falle vom Profil her in Dein Schema und kopiere hier mal 2 Links ein. Der eine beschreibt meine „Findungsphase“, in der Du
                  gerade steckst und der andere meine Erfahrungen und Schlussfolgerungen nach der OP. Vielleicht hilft Dir ja die eine oder andere Info.​



                  Hier können Sie Fragen zur Anschlussheilbehandlung, zu Kontinenztraining, Salvage-Therapien usw. stellen und diskutieren, die im Anschluss an eine Behandlung aufkommen können.


                  Ansonsten gilt was die anderen schon geschrieben haben: Nicht durchdrehen, Schritt für Schritt planen, informieren, abwägen und dann auf dieser Basis mit Überzeugung entscheiden.

                  Du schaffst das!

                  LG
                  Wolfgang​

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                    #10
                    Zitat von KüstenTom Beitrag anzeigen


                    Und was Deine Reaktion auf Achim (buschreiter) angeht: Warum denn oh je? Er hat doch aufgezeigt, dass er seit 10 Jahren krebsfrei ist, das ist doch als positives Beispiel gedacht!
                    …und auch als solches gemeint. Keine ED, kein Kontinenzproblem, ich lebe mein Leben bei bester Gesundheit, mit viel Freude und ohne Einschränkungen. Der Weg dahin war steinig, ich hatte viel externe Hilfe (gute Physio, Osteopathin) und war sehr jung bei der Diagnose. Heißt nicht, dass das immer so laufen muss…bei mir passten scheinbar die Umstände und ich habe auch selber viel dafür/für mich getan. Ansonsten: Versuche Gefühle weitestgehend auszublenden und das Ganze rational zu bewerten.
                    VG
                    Achim
                    Meine PCa-Geschichte: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=494

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                      #11
                      Hallo Achim;
                      ... und somit gleich auch an Tom: Sorry... mein Fehler.
                      Ich habe es ehrlich gesagt noch nicht geschafft, alle Erfahrungsberichte zu lesen und die darin enthaltenen Informationen zu erfassen.
                      Achim: Noch vor morgen Mittag - vielleicht noch heute Abend werde ich ihn gelesen haben.

                      Das macht echt Mut. Ich hatte nur gestern Abend versucht allen zu antworten...und nachdem Du gesagt hast, dass DU nachbestrahlt werden musstest (Rezidiv) und seit dem "Ruhe im Karton" sei... hatte ich das zuerst eben falsch interpretiert und auf dauerhafte ED geschlossen. Aber dann scheint das ja zumindest für Dich gut ausgegangen zu sein.
                      Es sind so viele Infos...und wenn ich sehe, wie sich andere da vorinformiert haben frage ich mich, ob da noch Zeit für anderes im Leben war.
                      Ich wusste auch nicht, was da alles reinspielt... z.B. Prostatagröße bei MRT, und wie wo was genau gelagert ist.
                      Ich sag's ja.. Büxe der Pandorra.
                      Ich bin jetzt heute Wolfgangs Berichte durchgegangen. (Wolfgang1965). Sehr anschaulich und sehr informativ.
                      Aber eben auch soviel Info...dass ich bestimmt für die Side-Links noch ne ganze Ecke brauchen würde und werde, wenn ich die alle durchgehe.
                      Stichwort Nomogramme, Pta3, etc.

                      Leute ich weiß: Irgendwo steht hier alles.
                      Bei Krebs hat man halt immer die Angst, das Drecksding wuchert und streut, während man nicht aus dem "Quark" kommt und überlegt, was für einen das Beste ist und sich informiert und beliest. Ich fange halt erst jetzt damit an...und es fühlt sich an, als wäre ich zu spät am Start. Aber das ist nur subjektiv.

                      Ich muss mich jetzt auch nochmal mit den Histologiebegriffen auseinandersetzen. Ich wusste ja nicht, dass es evtl. von Relevanz ist, wo genau der Tumor sitzt, ob lieber OP, Bestrahlung oder Sonstiges. In Wolfgangs Ausgangssituation war das ja durchaus auch Thema.
                      Da muss man schon halb selbst Arzt sein und das kleine Latinum beherrschen, habe ich das Gefühl.

                      Deshalb zog ich in Erwägung, bis zur OP/ und oder anderen Maßnahme den Testosteronspiegel runterzufahren und somit auch den PSA zu senken,
                      um "Zeit" zu gewinnen. Aber das sind dann Kosten von 1k / Monat und mehr...

                      Ich habe ja nun schon 3 Monate verloren... und habe halt innerlich gerade Panik. Bin echt schon am überlegen, Krankenschein zu machen, damit ich mich Vollzeit mit dem Kram jetzt beschäftigen kann. Aber gerade jetzt stehen bei mir beruflich 1-2 wichtige Dinge an...eber so isses ja meistens...

                      Also mal ganz lieben Dank bis hierhin an Euch. Ich bin am Ball und bleibe dran.

                      Hat ja auch hier einige getroffen, sogar noch viel Jüngere als mich... und die gehen tapfer Ihren Weg.
                      Es fühlt sich jetzt schon ein wenig besser an bzw. ist ein Trost, nicht alleine zu sein... mit dem Thema.


                      Ein Anfang... ;-)

                      Habt'n schönen Samstag..




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                        #12
                        Falls da jemand doch schneller den Überblick hat, wie ich.. hier mal genau die Infos aus der Histologie:

                        2021:
                        Mitte rechts lateral, 2 Stanzungen 6-7 mm, Tumorlast < 1%
                        Basis rechts medial, 1 Stanzung 13 mm, Tumorlast < 1%
                        2023
                        Basis rechts lateral, 1 Stanzung 16 mm, Tumorlast < 1%
                        2025
                        Mitte rechts lateral, 1 Stanzung 18 mm, Tumorlast 20% (Gleason 4+3)
                        Läsion 1, rechts zentral: 2/4 Stanzungen 10-30% (Gleason 3+4)

                        Wenn ich das so überblicke, hat die Prostata Mitte rechts medial & lateral, Basis rechts lateral und in einer Läsion rechts zentral Befall.
                        Es gibt noch eine zweite Läsion rechts lateral apikal: Daraus 5 Entnahmen 8-18 mm ohne Befund.

                        Angaben zur Prostata schwanken, da unterschiedliche MRTs:

                        2021: 4,6 cm x 3 cm Ausdehnung kraniokaudal 4,2, 31 ml (PI-RADS 4)
                        2023: 4,4 cm x 2,9 cm Ausdehnung kraniokaudal 4,1, 27 ml (PI-RADS 4)
                        2025: 4,7 cm x 3,1 cm Ausdehnung kraniokaudal 4,8, 36 ml (PI-RADS 4)


                        Da ich nicht davon ausgehe, dass die Prostata zwischendrin mal schrumpft, sind da wohl Genauigkeits / Messtoleranzen.
                        Aber dass sie nun rundum etwas gewachsen ist (5-7 mm) aufgrund der Biopsie und der Prostatitis, steht ausser Frage.


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                          #13
                          Hi Patrick, Du überblickst das schon sehr richtig. Die Zeit des Zuwartens in Form von AS ist mMn leider vorbei. GS 4+3 ist definitiv ein Ausschlusskriterium, aber Du bist auf einem guten Weg, eine Entscheidung zu treffen. DU musst Dich damit wohl fühlen und es gibt nachher keinen Grund, sich einen Kopf zu machen, was gewesen wäre, wenn…keiner weiß, wie der Körper die Behandlung verträgt, Wahrscheinlichkeiten sind auch nur Wahrscheinlichkeiten…Ich wünsche Dir einen klaren Kopf bei der Entscheidung, wie es weitergeht! Komplementäre Medizin fand ich übrigens als Begleitung der Behandlungen gut aber auf dieses Pferd alleine hätte ich nicht setzen wollen.
                          VG
                          Achim
                          Meine PCa-Geschichte: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=494

                          Kommentar


                            #14
                            Hallo,
                            Update: Ich habe Wolfgangs und Achims Heilungsverlauf durchgearbeitet.
                            Respekt, da steckt unheimlich viel Arbeit und Detailgenauigkeit darin. Danke an Euch.
                            Ich habe mir auch zwischenzeitlich eine "Glossar-Datei" auf dem Laptop angelegt.. um die ganzen Fachbegriffe und Abkürzungen zu überblicken.

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                              #15
                              Moin Patrick,

                              das klingt, als kämest Du aus dem Panik-Modus heraus, und das ist gut so!

                              Das Basiswissen oben unter „Wichtige Links“ möchte ich Dir auch ans Herz legen.

                              Versuche, Dich auf die Kernfrage - welche Behandlungsoption mit dem Ziel der Heilung ist für Dich die richtige - zu konzentrieren und dabei die möglichen Nebenwirkungen zwar einzubeziehen, aber sie nicht in den Vordergrund zu stellen.
                              Zeitgewinn durch Nahrungsergänzungsmittel halte ich für abwegig. Insbesondere die kribriformen Wachstumsmuster erfordern definitive Therapien. Das heißt nicht, dass Du nicht Zeit für eine fundierte Entscheidungsfindung hättest.

                              Die Phase, in der Du Dich befindest, ist die schwerste, aber sobald Du Deine Entscheidung getroffen hast, wird‘s leichter.
                              Auf dem Weg dahin hast Du hier ja Ansprechpartner.

                              Ich wünsche Dir alles Gute!
                              Grüße aus dem Norden
                              Thomas

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