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  • Dieter 64
    Benutzer
    • 15.02.2025
    • 27

    #1

    Hallo zusammen

    Hallo in die Runde.
    Ich bin 60 Jahre und komme aus Bochum und gehe seit ca 10 Jahren regelmäßig zur Vorsorge. Letztes Jahr hatte ich einen PSA Wert von 3,9 eine vergrößerte Prostata. Laut MRT Pirads 2. Jetzt Pirads 4 und PSA 4,3. Also Biopsie. 21 Stanzen davon 20 ok und eine leider nicht ok. Gleason 6 = 3+3. Mein Urologe sagt wir können es alle drei Monate kontrollieren und erstmal nicht operieren, aber nach drei verschiedenen urologischen Gesprächen haben meine Frau und ich entschieden das ich mich operieren lasse. Am 05.03 ist der OP Termin. Aschermittwoch..... ich hoffe die Ärzte sind bis dahin wieder nüchtern
    L.G. Dieter
  • Pentax77
    Benutzer
    • 15.07.2024
    • 441

    #2
    Also bis zum "alle drei Monate kontrollieren" dachte ich joa, normal, passt, um dann im Folgesatz zu denken what, direkt OP im März??? Welche drei Urologen haben dir denn zu einer so schnellen OP geraten? Auch die Steigerung von 3,9 auf 4,3 finde ich jetzt eher moderat. Wo soll die OP denn stattfinden?
    https://myprostate.eu/?req=user&id=1244

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    • Michi1
      Benutzer
      • 25.10.2015
      • 3716

      #3
      Im Gegensatz zu vielen hier würde ich auch eine schnelle OP befürworten. Je weniger der Krebs sich ausgedehnt hat um so gründlicher kann er entfernt werden. Das ist meine Meinung, ich habe auch zu lange gewartet bin ich der Meinung.
      Immer positiv denken!!!

      http://de.myprostate.eu/?req=user&id=814

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      • Pentax77
        Benutzer
        • 15.07.2024
        • 441

        #4
        Zitat von Michi1 Beitrag anzeigen
        Im Gegensatz zu vielen hier würde ich auch eine schnelle OP befürworten. Je weniger der Krebs sich ausgedehnt hat um so gründlicher kann er entfernt werden. Das ist meine Meinung, ich habe auch zu lange gewartet bin ich der Meinung.
        Aber auch noch nichtmal die vorgeschlagenen 3 Monate warten? Und dann direkt eine Komplettentfernung?
        https://myprostate.eu/?req=user&id=1244

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        • Dieter 64
          Benutzer
          • 15.02.2025
          • 27

          #5
          Warum die OP ? Weil es auf lange Sicht nicht besser wird und ich über kurz oder lang dann eh operiert werden muss. Ich werde im Marienhospital in Herne operiert. Außerdem habe ich Probleme beim Wasserlassen.

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          • Michi1
            Benutzer
            • 25.10.2015
            • 3716

            #6
            Pentax, schau dir mal mein myprostate an, vielleicht denkst du dann anders.
            Immer positiv denken!!!

            http://de.myprostate.eu/?req=user&id=814

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            • mikel_2
              Benutzer
              • 06.08.2024
              • 245

              #7
              Hallo Dieter, bei 21 Stanzen nur eine mit GL 6 ist schon ein grenzwertiger Befund. Das ruft förmlich nach einer Zweitbegutachtung. Unter der Rubrik Aktive Überwachung gibt es hier ein Post von mir zu den Unsicherheiten der pathologischen Befunde.

              Prostatakrebs ist höchst individuell, über einen Werdegang zu spekulieren daher nicht möglich.

              Aus eigener Erfahrung kann ich nur warnen vorschnell zu handeln.

              Aber, du hast Dich ja bereits entschieden. Daher kann ich Dein Post jetzt nicht ganz einordnen. Suchst Du eine Legitimation für Dein Handeln oder zusätzlichen Rat?

              Für den OP Termin wünsche ich Dir alles Gute.

              Michael

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              • Dieter 64
                Benutzer
                • 15.02.2025
                • 27

                #8
                Hallo Mikel
                Nein ich suche keine Legitimation. Lese hier schon etwas länger mit und finde dieses Forum prima um sich auszutauschen.

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                • mikel_2
                  Benutzer
                  • 06.08.2024
                  • 245

                  #9
                  Ok, die Urologie ist ja derzeit bemüht die aktive Überwachung zu etablieren. Ziel ist es eine Antwort auf ein zukünftiges Screeningprogramm zu haben, da bei einem Massenscreening vermutlich sehr viele Diagnosen wie Deine ans Tageslicht kommen. Ca. 50% aller Männer in unserem Alter haben eben solch ein Prostatakarzinom in sich. Das Problem, eine OP wäre in den meisten Fällen absolute Übertherapie, da unentdeckt die meisten Karzinome im Niedrigrisikobereich und im weiteren Leben keine Probleme bereiten würden. Dazu kommen noch fokale Therapien die bei Therapiewünschen als Alternativen zur Verfügung stehen.

                  Bezogen auf die aktive Überwachung ist das Forum hier aber meistens konservativ unterwegs, da viele doch an fortgeschrittenen Stadien leiden und die wenigsten ASler hier schreiben.

                  Ich persönlich stehe solchen Diagnosen kritisch gegenüber da sie nicht eindeutig sind. Die Spreizung einer GS 6 Diagnose kann extrem sein, zumal nur in einer Stanze nachgewiesen. Es kann genauso ein 7a sein oder eben auch kein Karzinom wie in meinem Fall.

                  Bei Dir scheinen zur Entscheidung aber auch noch andere Parameter eine Rolle gespielt zu haben.

                  Michael

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                  • Georg_
                    Benutzer
                    • 06.09.2015
                    • 6926

                    #10
                    Die aktive Überwachung wird empfohlen, da die OP Nebenwirkungen wie Inkontinenz und Impotenz haben kann. Mit Impotenz kann man ziemlich sicher rechnen. Bei einer Stanze mit Gleason 6 würden viele Ärzte sagen, das ist ein Tumor den man besser überhaupt nicht erst findet. Du kannst die OP in drei Jahren machen, in sechs Jahren oder neun Jahren, du wirst genauso lange leben. Ich habe einem Bekannten mit mehr befallenen Stanzen gesagt, ich würde überhaupt nichts machen. Er hatte sich aber entschlossen eine OP machen zu lassen, im nächsten Krankenhaus. Nachher war er völlig inkontinent und traute sich kaum noch aus dem Haus. Herne wird bessere Ergebnisse haben. Mein Urologe würde aber sagen: "so was von unnötig".

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                    • mikel_2
                      Benutzer
                      • 06.08.2024
                      • 245

                      #11
                      Hallo Habe vor 3 Monaten eine AS begonnen, nach Biopsie: Score 6, T2b, PSA 8.7. Nun vor 3 Tagen PSA Test gemacht, Resultat Anstieg auf 10.6! Denke nicht gerade toll. Habe 3 verschiedene Ärzte gefragt ob jetzt sofort zu handeln ist oder weiter warten. Antworten waren sehr unterschiedlich. Wäre froh um Eure Meinung. Besten Dank.


                      Zur Einordnung der pathologischen Diagnose den Link zu meinem Post.

                      Wichtig ist weniger das von mir verfasste sondern die Veröffentlichung der Martini Klinik. Der Artikel ist aus 2016, aber an der Situation hat sich nichts gebessert.

                      Ansonsten bleibt nur der Rat 100% hinter der selbstgetroffenen Therapieentscheidung zu stehen und nicht auf äußeren oder familiären Druck zu handeln.

                      Michael

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                      • Georg_
                        Benutzer
                        • 06.09.2015
                        • 6926

                        #12
                        Die Empfehlungen der Leitlinie zur aktiven Überwachung basieren auf den Ergebnissen der ProtecT Studie. Inzwischen, nach 15 Jahren Studienlaufzeit, stellt diese fest, dass zwischen den drei Therapien "nichts machen", Operation und Bestrahlung hinsichtlich des Überlebens kein Unterschied feststellbar ist. Dies betrifft vor allem Patienten mit geringem und mittleren Risiko. Dieter fiele dabei in "sehr gering". In diesem Beitrag habe ich nach der Veröffentlichung der 10-Jahres Ergebnisse darüber berichtet, nach 15 Jahren hat sich nicht geändert: https://prostatakrebs-diskussionsfor...protect-studie

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                        • Paul1962
                          Benutzer
                          • 15.02.2025
                          • 22

                          #13
                          Hallo Dieter,
                          habe hier heute auch meinen ersten Post gesetzt, weil es mir vielleicht bald ähnlich geht wie Dir, meine Biopsi steht mir aber noch bevor. Aber Deine Reaktion wundert mich wirklich. Überlege doch mal wie viel Lebensqualität Du von heute auf morgen aufgeben würdest. Es gibt dann kein Zurück mehr. Wenn ich Deine Diagnose bekäme, würde ich mich freuen, wobei ich die Hoffnung auf einen völligen Irrtum noch nicht aufgegeben habe. Aber 1:20 ist doch eine klare Chance für Dich ! Ich habe in meinem Umfeld auch einige "Experten", die mir einreden wollen "am besten alles raus.." aber so schnell werde ich nicht aufgeben.
                          Ich wünsche Dir alles Gute !
                          LG
                          Paul

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                          • wowinke
                            Benutzer
                            • 10.05.2006
                            • 732

                            #14
                            Hallo Dieter,
                            wenn Du eine gute Klinik gefunden hast, dann handeln.
                            Besser wird`s nimmer (schlimmer geht immer). Da würde ich mich Michi anschließen. Selbst ein Gl 6 streut, wie sich bei mir nach
                            20 Jahren zeigt. Je nieder die Werte sind desto geringen, vermutlich die Streuung.

                            Inkontinenz war nie ein Problem, Potenz schon aber nicht so, dass nichts mehr geht.

                            Wichtig ist, dass das einer macht der die enstpr. Übungen hat.

                            Alles Gute
                            Wolfgang

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                            • Dieter 64
                              Benutzer
                              • 15.02.2025
                              • 27

                              #15
                              Hallo Wolfgang.
                              Ich sehe es genauso. Habe mit drei verschiedenen Urologen gesprochen und zwei Selbsthilfegruppen besucht und viel gelesen. Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht.

                              Gruß Dieter

                              Kommentar

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