PSA fällt nicht in den Nullbereich

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  • mateTee
    Benutzer
    • 29.01.2026
    • 7

    #1

    PSA fällt nicht in den Nullbereich

    Hallo in die Runde!

    Ich schreibe heute das erste Mal. Bisher dachte ich, ich wäre ausreichend informiert. Nun kam aber ein für mich beunruhigendes Ergebnis mit hohem PSA Wert nach OP.

    Kurz zu meiner Krankheitsgeschichte: Nach verschleppten Beschwerden beim Wasserlassen Besuch beim Urologen, PSA Test auffällig. Im Nov 2025 gab ein MRT einen starken Hinweis auf PCa. Die Biopsie im Dezember gab den Beweis. Nach einer RPE mit da-Vinci (pT3b pN0 (0/30) cM0 L1 V0 Pn1 R1, Gleason 4+3, ISUP 3) im Februar 2026 fiel der PSA in den ersten 4 Wochen leider nur von 26 auf 1,7.
    Acht Wochen nach OP ergab ein erneuter Test 2,0. Der Urologe meint "schon" abgefallen und empfiehlt einen nächsten Test in 3 Monaten.

    Für mich sieht es stark nach PSA-Persistenz aus. So wie ich die Richtlinie verstehe, soll frühzeitig eine SRT evtl. mit HB begonnen werden. Vielleicht kann man noch eine PET-CT zur Lokalisierung davor machen.

    Was meint Ihr dazu? Am Mittwoch habe ich einen Termin beim Urologen und will meine Vorstellung äußern ggf. um Überweisungen bzgl. TK für PET-CT bitten.

    VG Tom

    Shows the most important user data such as personal data, initial diagnosis, postoperative pthological data, prostate volume as well as the choosen prostate cancer treatment and drugs
  • KüstenTom
    Benutzer
    • 22.07.2025
    • 129

    #2
    Hallo Tom,

    zunächst herzlich willkommen im Forum.
    Leider teile ich Deine Befürchtung, dass eine PSA-Persistenz wahrscheinlich ist. Ausgehend von einer PSA-Halbwertszeit von 3 Tagen wäre nach 8 Wochen bei Deinem Ausgangswert von 26 ein niedrigerer Wert zu erwarten.
    Du scheinst Dich bereits gut informiert zu haben und zu wissen, dass Du leider einen recht fortgeschrittenen Prostatakrebs hast. 6 befallene Lymphknoten und kribriforme Wachstumsmuster sind ungünstige Prognosefaktoren.
    Ein PSMA-PET CT ist sicher sinnvoll, denn die R1-Situation könnte auf lokale Krebsreste in der Prostata-Loge hinweisen.
    Mit pT3b und R1 wärest Du ohnehin ein Kandidat für eine adjuvante Bestrahlung mit Hormontherapie gewesen, insofern finde ich Deine Vorstellungen vom weiteren Vorgehen logisch.
    Dass Dein Urologe in 3 Monaten erneut messen möchte, finde ich auch folgerichtig. Denn ein zu früher Bestrahlungsbeginn ist auch nicht sinnvoll. Es gilt, einen guten Kompromiss zwischen Heilung der Anastomose und möglichst frühzeitigem Bestrahlungsbeginn zu finden. Die Entwicklung Deiner Kontinenz und des PSA-Wertes werden die entscheidenden Indikatoren sein.
    Die Bestrahlung sollte auch die Lymphabflusswege - also das gesamte Becken - umfassen. Hier ist Krankheitskontrolle gegen höhere Toxizität abzuwägen, auch das PET-CT Ergebnis wird einzubeziehen sein.
    Bezüglich der ADT (Hormontherapie) ist die Ergänzung eines ARPI sicher sinnvoll, in der aktuellen S3-Leitlinie wird Abirateron empfohlen. Nach meiner Einschätzung wären die modernen ARPI‘s auch geeignet, dazu gibt es aber noch keine Studienergebnisse. Das wäre mit Urologe/Strahlentherapeut zu erörtern.
    Hier noch eine informative Arbeit zum Thema „Behandlung des lymphknotenpositiven Prostatakrebses“.

    Wünsche Dir alles Gute!
    Grüße aus dem Norden
    Thomas

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    • Sven28
      Benutzer
      • 31.03.2026
      • 2

      #3
      Hallo Tom, ich klinke mich mal ein, weil mich das sehr an Gespräche erinnert, die ich im Bekanntenkreis hatte. Ganz ehrlich, an deiner Stelle würde mir das auch keine Ruhe lassen. Dieses „wir warten mal drei Monate ab“ ist so ein Standard-Satz, aber bei R1 und deinem Gleason-Score verstehe ich total, dass du lieber gestern als heute handeln willst. Ein Kumpel von mir hatte das gleiche Spiel: Der Chirurg war nach der Da-Vinci-OP mega optimistisch, aber der PSA-Wert wollte einfach nicht unter 1,5 fallen. Er musste richtig Druck machen, um schnell ein PSMA-PET-Scan zu bekommen. Am Ende haben sie einen winzigen leuchtenden Punkt gefunden und er konnte sofort mit der Bestrahlung loslegen. Das hat ihm monatelanges Grübeln erspart. Sei am Mittwoch ruhig ein bisschen hartnäckig beim Urologen. Frag ihn direkt, was das Warten bringen soll, wenn die Tendenz doch klar ist. Du bist derjenige, der mit der Ungewissheit schlafen gehen muss, nicht er. Sag mal Bescheid, was rauskam!

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      • Michi1
        Benutzer
        • 25.10.2015
        • 3727

        #4
        Ich habe den Aussagen des Urologen vertraut. Mich nicht hier im Forum verunsichern lassen. Wenn ich immer lese, was es für Nachwirkungen der Bestrahlungen gibt, bin ich mir sicher da ich gewartet habe, kenne ich keine Nachwirkungen. Bin schon drei Mal bestrahlt worden.
        Immer positiv denken!!!

        http://de.myprostate.eu/?req=user&id=814

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        • uwes2403
          Benutzer
          • 28.11.2012
          • 1316

          #5
          Zitat von mateTee Beitrag anzeigen
          nach OP im Februar 2026 fiel der PSA in den ersten 4 Wochen leider nur von 26 auf 1,7.

          Acht Wochen nach OP ergab ein erneuter Test 2,0. Der Urologe meint "schon" abgefallen und empfiehlt einen nächsten Test in 3 Monaten.

          VG Tom

          https://myprostate.eu/?req=user&id=1311
          Moin,

          wo sieht denn der Urologe einen Abfall, wenn 4 Wochen nach OP der PSA bei 1,7 und 8 Wochen nach OP der PSA bei 2,0 war ?

          Ich würde da auch eine Bildgebung durchführen lassen.....
          http://de.myprostate.eu/?req=user&id=550&page=data

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          • Wolfgang1965
            Benutzer
            • 19.11.2022
            • 814

            #6
            Hallo Tom,

            das ist definitiv eine PSA-Persistenz mit nun bereits mit wieder ansteigendem PSA-Wert. Was mich etwas wundert ist, dass nicht einer der bereits im PSMA PET/CT entdeckten metastasenverdächtigen Lymphknoten entfernt werden konnte.

            Ich gehe davon aus, dass dem Chirurgen das Ergebnis des PET/CTs bekannt war und er auch gezielt in diesem Bereich entnommen hat? Bei einer Ektomie von 30 Knoten hätten eigentlich der ein oder andere "Treffer" aus diesem
            Bereich dabei sein müssen.

            (Küsten-) Tom hat es schon auf den Punkt gebracht: Dein Krebs war leider bereits sehr fortgeschritten, mit den befallenen Lymphknoten, der Samenblasenbeteiligung und den zusätzlich ungünstigen kribriformen Muster. Ich gehe davon aus,
            dass Dein Gleasonscore von 7b ähnlich wie bei der Biopsie weiterhin mit einem sehr hohen Gleason 4 Anteil belastet war?

            An welcher Klinik bist du denn operiert worden? Es kommt zwar immer wieder vor, dass ein Chirurg nicht das komplette Prostatagewebe entfernt und damit weiterhin PSA expremierendes Restgewebe verbleibt, aber bei einem PSA von 1,76,
            ist das eher unwahrscheinlich. Ich gehe eher davon aus, dass dieses PSA von befallenen Lymphknoten kommt.

            In jedem Fall ist ein erneutes PSMA PET/Ct sinnvoll um zu erkennen, wo das PSA herkommt. Sollte es sich um die bereits vorher gesehenen Lymphknotenmetastasen handeln, kann gezielt bestrahlt werden. Allerdings wahrscheinlich auch der gesamte
            Beckenbereich, da die Entwicklung weiterer Metastasen in diesem Bereich leider nicht ausgeschlossen ist.

            Diese Diagnostik ist jetzt zwingend, ich sehe aber durchaus eine Chance, dass Du noch kurativ behanlet werden kannt.

            Alles Gute
            Wolfgang

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            • buschreiter
              Benutzer
              • 21.01.2013
              • 1100

              #7
              Hallo Tom, nach meinem Wissensstand soll auch in Fällen wie Deinem binnen 4 Monaten nach Op bestrahlt werden, frühestens nach 8 Wochen, damit die Wunden verheilen. Die 6 befallenen Lymphknoten (s. Myprostate!) hätten früher dazu geführt, dass lediglich eine Hormonentzugstherapie durchgeführt wird. Ich würde beim nächste. Uro-Termin um eine Überweisung zum PSMA PET bitten, den Uro fragen, ob er als Vorbereitung für eine bald stattfindende Bestrahlung einen zeitlich begrenzten Hormonentzug befürwortet und mich bei einem guten Strahleninstitut vorstellen. Einfach nur 3 Monate warten, finde ich zumindest psychisch schwierig, selbst wenn ggf. in Sachen Krebsbehandlung keine Zeit verloren geht.
              VG
              Achim
              Meine PCa-Geschichte: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=494

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              • KüstenTom
                Benutzer
                • 22.07.2025
                • 129

                #8
                Weil der Zeitpunkt der Bestrahlung (abwarten oder nicht) in der Diskussion steht, möchte ich meine Einschätzung zur nochmaligen PSA-Messung nach weiteren 3 Monaten dahingehend korrigieren, dass ein Zeitraum von 3 Monaten nach OP - das wäre also in einer Woche- sinnvoll wäre. Ich habe da unsauber formuliert.

                Grundsätzlich wird es aber darauf ankommen, den bestmöglichen Kompromiss zwischen Heilung der Anastomose und Fortschreiten der Erkrankung zu finden.

                Der von Achim vorgeschlagene Hormonentzug kann Sinn machen, ich habe auch vor Bestrahlungsbeginn damit begonnen, wenn auch nur kurz vorher.
                Zu einer ADT deutlich vor Beginn der Bestrahlung fehlen mir Informationen, daher wäre meine Empfehlung, das ggf. auch mit dem ins Auge gefassten Strahlentherapeuten zu koordinieren.

                Meine Bestrahlung unter ähnlichen Umständen - pT3b, Gleason 7b, hoch persistierender (3,8) und steigender PSA, allerdings nur ein Lymphknoten im PET-CT - fand 4 Monate nach RPE statt. Ob das der nach Studienlage optimale Zeitpunkt war, kann ich nicht sagen.
                Für mich war er es, weil ich die Situation des untätigen Abwartens als schwer erträglich empfand und ich dem Strahlentherapeuten vertraute. Mein Chirurg hatte mindestens 6 Monate abwarten empfohlen, dafür war mir aber die PSA-Dynamik zu wild.

                Die erhöhte Toxizität der Bestrahlung sowohl durch frühen Zeitpunkt als auch Ausdehnung auf das gesamte Becken (Lymphabflusswege) ist nicht zu unterschätzen.

                Ich habe Nebenwirkungen (Strikturen von Anastomose und Harnröhre), ob wegen des frühen Zeitpunkts oder weil ich strahlensensibel bin, kann ich natürlich nicht sagen. Beschwerden dadurch haben seit der letzten Bestrahlung vor etwa 16 Monaten sukzessive nachgelassen und sind nicht behandlungsbedürftig, so dass ich sie als Akutreaktion einstufe und hoffe, dass das so bleibt.

                Mit der mehr oder weniger zeitgleich eingeleiteten ADT+ (Orgovyx 36 Monate + Abirateron 24 Monate) habe ich allerdings nach Studienlage eine theoretische Heilungschance, zumindest aber die realistische Aussicht auf längerfristige Krankheitskontrolle, was gerade bei jungem Lebensalter nicht unwesentlich ist.
                Grüße aus dem Norden
                Thomas

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                • mateTee
                  Benutzer
                  • 29.01.2026
                  • 7

                  #9
                  Ich danke Euch für die Antworten! Das ist es, was ich mir vom Forum versprochen hatte.

                  Die Sache mit dem zeitlichen Abstand zwischen OP und Bestrahlung für die Heilung war mir neu. Mit den nicht erwischten LK, klingt für mich plausibel.
                  Der Gleason 4 Anteil in der Biopsie lag etwa bei 94%. Die OP fand im Berliner St. Hedwig-Krankenhaus statt. Die drei DVDs mit den Bildern der PET-CT hatte ich etwa eine Woche vorher eingereicht. Ich glaube mich auch zu erinnern, dass der Operateur sagte, bei RPE gezielt bestimmte LK zu finden, wäre sehr schwer. Kontinenz war direkt nach Katheterentfernung gegeben. Da hatte der Operateur sehr gute Arbeit geleistet und ich hatte vielleicht auch ein wenig Glück oder günstige Voraussetzungen.
                  Nach dem Gespräch mit dem Urologen schreibe ich, was wir entschieden haben.

                  Nochmal danke an alle!

                  Kommentar

                  • mateTee
                    Benutzer
                    • 29.01.2026
                    • 7

                    #10
                    Hallo zusammen,

                    das Gespräch gestern mit dem Uro verlief unerwartet. Er wiederholte die Formulierung "schon abgefallen", hat dann aber gleich eine SRT empfohlen. Die Wundheilung innen wäre abgeschlossen oder kein Hindernis. Dann fragte ich, ob man nicht noch eine PET-CT machen kann. Daraufhin hat er mir direkt eine Überweisung (ASV, TK) ausgestellt, die ich auch gleich beim Radiologen eingereicht habe.
                    Das kann aber 2-4 Wochen dauern, eher 4. Jetzt zweifele ich schon wieder, ob ich basierend auf der Progression des PSA (4 Wochen nach OP: 1,7 ng/ml zu 8 Wochen nach OP 2,3 ng/ml) nicht besser direkt eine SRT beginne bzw. mich dafür anmelde. Die SRT wird vermutlich auch nicht unmittelbar beginnen können. Leider hatte ich die Frage zu einem zeitlich begrenzten Hormonentzug nicht gestellt. Das könnte ich vielleicht noch nachholen.

                    VG
                    Tom

                    Kommentar

                    • Georg_
                      Benutzer
                      • 06.09.2015
                      • 6940

                      #11
                      Eine SRT sollte bei einem PSA Wert zwischen 0,2 und 0,5 ng/ml gemacht werden. Danach sinkt die Wirksamkeit deutlich. Also wird wohl eine andere Therapie besser sein als eine SRT. Warte das PSMA PET/CT ab, dies wird sehr hilfreich für die weitere Therapieplanung sein. Es ist gut möglich, dass eine Metastase da ist und dagegen wirkt die SRT nicht, dann muss wahrscheinlich zusätzlich auch im Becken bestrahlt werden.

                      Kommentar

                      • KüstenTom
                        Benutzer
                        • 22.07.2025
                        • 129

                        #12
                        Hallo Tom,

                        mein damaliger Urologe war in ähnlicher Situation auch keine echte Hilfe, hat 4 Wochen nach RPE gemessen und fand, bei 3,8 (Ausgangs-PSA war 8,5) wäre noch alles im Plan. Seitdem ist er nicht mehr mein Urologe.

                        Immerhin hat Deiner ja die SRT empfohlen, allerdings hätte ich erwartet, dass er von sich aus auf die im Histobefund „fehlenden“ Lymphknoten (0/30) und die damit verbundenen Therapieoptionen (s.o.: S3-Leitlinie Nr. 6.70, Zitat aus den Hintergrundinformationen dazu: Zusammenfassend sehen die Autoren der S3-Leitlinie im Fall einer Prostata- und Beckenbestrahlung (IMRT + IGRT) die Kombination mit einer intensivierten Hormontherapie (ADT für 3 Jahre und zusätzlich Abirateron für 2 Jahre) bei cN1-Patienten oder solchen mit den genannten Risikofaktoren als Standardbehandlung an.)
                        Da keiner der 6 LK unter den entfernten war, bleibt es trotz OP beim cN1 aufgrund der Bildgebung, und die Empfehlung trifft auf Dich 100%ig zu.
                        Ich würde mir jetzt einen guten Strahlentherapeuten suchen (ich habe mich bei 2 Unikliniken beraten lassen, bin Verfechter der Zweitmeinung) und ihn auf diese Möglichkeit ansprechen (Bestrahlung Prostataloge und Lymphabflusswege, ggf. Boost auf positive LK, ADT und Abirateron oder moderner ARPI).
                        Das Erstgespräch würde ich unabhängig vom PET-CT suchen, damit es danach dann nicht wieder so lange dauert. Letztlich wird das Ergebnis ja die Position der LK-Metastasen beinhalten, für die über die Möglichkeit eines Boosts gesprochen werden sollte. Wird von Anzahl und Position abhängen. Das vorhandene PET-CT kann ja als Anhaltspunkt dienen, riesige Abweichungen sind ja nicht zu erwarten.

                        Die ADT würde ich noch beim Urologen oder vielleicht besser, wenn kurzfristig terminierbar, beim Strahlentherapeuten ansprechen.

                        Beim lymphknotenpositiven Pca hat sich therapiemässig in den letzten Jahren viel getan, er wird heute unter Therapieintensivierung als grundsätzlich noch heilbar angesehen. Dein Urologe scheint diese Entwicklung verschlafen zu haben.

                        Alles Gute
                        Grüße aus dem Norden
                        Thomas

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                        • Sven28
                          Benutzer
                          • 31.03.2026
                          • 2

                          #13
                          Hallo Tom, ich melde mich noch mal, weil ich das Thema weiter verfolgt habe. Ich habe einige Studien zur PSA-Kinetik gelesen, und es stellt sich heraus, dass die Verdopplungszeit manchmal entscheidender ist als der reine Wert, wenn es um die Entscheidung für eine Bestrahlung geht. Um mal kurz vom medizinischen Stress abzuschalten, habe ich nach symbolischen Geschenken gesucht. Dabei bin ich auf ein schönes Konzept für passende Kleidung und Schmuck zur Stärkung der Familienbande gestoßen. Das hat mich daran erinnert, dass man oft vergisst, wie sehr solche Phasen auch die Angehörigen belasten. Meine Frau hat mir während meiner Untersuchungen mal ein ähnliches Armband geschenkt, und so ein Symbol des Zusammenhalts hat mir echt geholfen, kämpferisch zu bleiben. Bleib hartnäckig am Mittwoch!

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                          • mateTee
                            Benutzer
                            • 29.01.2026
                            • 7

                            #14
                            Hallo zusammen,

                            danke für die Hinweise und den Zuspruch. Gestern lief die PET-CT Bildgebung und das Ergebnis ist so, wie Ihr schon vermutete hattet: die 6 aktiven LK sind noch da und nun größer. Die sind etwas versteckt und nicht in dem Bereich, der üblicherweise bei einer RPE "bearbeitetet" wird. So habe ich den Radiologen verstanden. Der machte einen recht niedergeschlagenen Eindruck auf mich. Ich dagegen bin zufrieden, dass es bei den 6 LK blieb.
                            Wenn ich den Bericht habe, bitte ich den Uro, den Fall zur TUKO anzumelden. Unabhängig davon habe ich Anfang Mai einen Termin beim ersten Strahlentherapeuten. Eine Uniklinik, die ich ebenfalls gut erreichen kann, habe ich schon ausgemacht. Dort werde ich mich auch zum Gespräch anmelden.
                            Zum Thema symbolische Geschenke: während der AHB hatte ich im Kurs Gestaltung für meine Frau einen Handschmeichler aus Speckstein gefertigt. Die hatte in der Zeit Kindererziehung und Haushalt allein am Hals. Das war nicht einfach und hält mich auch etwas davon ab, eine zweite Reha zu beantragen.

                            VG
                            Tom

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                            • Wolfgang1965
                              Benutzer
                              • 19.11.2022
                              • 814

                              #15
                              Hallo Tom,

                              das war leider zu befürchten. Dass der Radiologe etwas niedergeschlagen war mag daran liegen, dass diese 6 Metastasen nicht im normalen Lymphabflussgebiet liegen, er daher ggf. vermutet, dass es noch weitere, bildgebend noch nicht erkennbare Metastasen gibt, da normalerweise zuerst die nähergelegenen Lymphknoten über den Lymphabfluss befallen werden und Dein Alter von 47 Jahren. So junge Patienten mit solch einem Befund sieht er eher selten…

                              Dein Befund mit Infiltration der Samenblasen, R1, sehr hoher Tumorlast und kribriformen Mustern ist leider schon als deutlich aggressiv zu bewerten.

                              Ich gehe davon aus, dass Dir der Strahlentherapeut eine Bestrahlung der ehemaligen Prostataloge, der Lymphabflusswege und des gesamten Beckenbereichs, eine sogenannte Extended-Field-Bestrahlung.

                              Hinzu wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine begleitende Hormontherapie über 2 Jahre oder länger empfohlen werden.

                              Ziel muss sein, alles was an Krebszellen noch da ist zu erwischen.

                              Dein Weg ist leider noch nicht zu Ende.

                              Alles Gute
                              Wolfgang

                              PS: Hier als Übersicht zu adjuvanten Therapien der Martini-Klinik:

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