Studie zu Bestrahlung ohne Hormonbehandlung

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • michele
    Benutzer
    • 19.04.2014
    • 88

    #1

    Studie zu Bestrahlung ohne Hormonbehandlung

    Guten Tag an euch alle,
    nach gut 10 Jahren muss ich mich wieder mit dem Thema beschäftigen.
    Vor ca. einem halben Jahr hatte ich von einer neuen Studie aus USA gelesen. Es wurde beschrieben, dass bei nicht metastasiertem Karzinom eine alleinige Bestrahlung Vorteile bringt, gegenüber einer zusätzlichen Hormontherapie.
    Weshalb doppelt ist mir ohnehin nicht geläufig.
    Hat jemand diese Info ebenfalls gesehen?

    Danke von Michel
    Meine Geschichte: http://de.myprostate.eu/?req=user&id=603
  • KüstenTom
    Benutzer
    • 22.07.2025
    • 120

    #2
    Hallo Michele,

    ich weiß zwar nicht, auf welche Studie Du abzielst, aber im Prinzip bezieht die S3-Leitlinie solche in ihre Empfehlungen ein, wenn auch nicht immer die aktuellsten.
    Möglicherweise findest Du ja einen Verweis auf die Studie, die Du meinst, in den Hintergrundinformationen. Viele sind dort per Fußnote aufrufbar.
    Die Empfehlungen zum PSA-Rezidiv findest Du hier.
    Im Prinzip wird die ADT nach Risikoabwägung hinzugefügt.
    Grüße aus dem Norden
    Thomas

    Kommentar

    • Georg_
      Benutzer
      • 06.09.2015
      • 6926

      #3
      Was ich zu dem Thema gelesen habe war, dass man bei Prostatakrebs mit niedrigen Risiko, z.B. ohne Metastasen, auf eine anschließende Hormontherapie verzichten kann. Damit dürfte aber die Wirkung gegen den Tumor nicht verbessert werden sondern gleich bleiben.

      Kommentar

      • Konstanzia
        Benutzer
        • 03.08.2024
        • 199

        #4
        Ich bin mir nicht sicher, aber vieleicht ist diese Studie gemeint? https://www.urotoday.com/conference-...-analysis.html

        ASCO GU 2026: POSEIDON: Hormontherapie Anwendung und Dauer mit postoperativer Strahlentherapie bei wiederkehrendem Prostatakrebs – eine individuelle Patientendaten-Meta-Analyse

        Kommentar

        • Georg_
          Benutzer
          • 06.09.2015
          • 6926

          #5
          Danke für den Link, Konstanzia. Diese Meta-Analyse hat sechs Studien ausgewertet, man braucht also nicht mehr nach einer einzelnen Studie zu suchen. Das Ergebnis war:
          a) Nur für Patienten, die vor der Salvage-Bestrahlung einen PSA Wert > 0.5 ng/ml hatten ist eine anschließende Hormontherapie sinnvoll.
          b) Für die meisten Patienten muss diese Hormontherapie nur 4 bis 6 Monate dauern. Eine längere Dauer hatte nur sehr geringe Auswirkungen.

          Kommentar

          • Michi1
            Benutzer
            • 25.10.2015
            • 3716

            #6
            Zu mir hat der Urologe gemeint. Wenn eine Bestrahlung gemacht wird, sollte ich keine Hormontherapie machen. Sonst ist man sich nicht sicher, ob die Bestrahlung etwas gebracht hat. Bei Hormontherapie sinkt ja der PSA auch.
            Immer positiv denken!!!

            http://de.myprostate.eu/?req=user&id=814

            Kommentar

            • New TAO
              Benutzer
              • 01.03.2025
              • 385

              #7
              Zitat von Konstanzia Beitrag anzeigen
              Ich bin mir nicht sicher, aber vieleicht ist diese Studie gemeint? https://www.urotoday.com/conference-...-analysis.html

              ASCO GU 2026: POSEIDON: Hormontherapie Anwendung und Dauer mit postoperativer Strahlentherapie bei wiederkehrendem Prostatakrebs – eine individuelle Patientendaten-Meta-Analyse
              Danke Dir Konstanzia,
              die POSEIDON-Studie kannte ich noch nicht.

              Die Dauer der Hormontherapie mit postoperativer Strahlentherapie bei wiederkehrendem Prostatakrebs dürfte für viele Patienten sehr wichtig sein!
              News(__Progression nach Triple-Therapie(__​​Aktuelle Prostatakrebs-Studien_(in Kooperation mit Georg_)_____Mein Therapieverlauf

              Kommentar

              • buschreiter
                Benutzer
                • 21.01.2013
                • 1097

                #8
                Zitat von Michi1 Beitrag anzeigen
                Zu mir hat der Urologe gemeint. Wenn eine Bestrahlung gemacht wird, sollte ich keine Hormontherapie machen. Sonst ist man sich nicht sicher, ob die Bestrahlung etwas gebracht hat. Bei Hormontherapie sinkt ja der PSA auch.
                Ich finde das ehrlich gesagt unlogisch. Ob eine Bestrahlung etwas gebracht hat, sieht man ja dann nach Absetzen der Medikamente. Mich würde da wenig interessieren, wWAS geholfen hat, sondern DAS die Gesamtbehandlung geholfen hat. Und wenn die Wirksamkeit mit Medikamenten besser ist, dann lasse ich die nicht weg, um die Neugierde des Urologen oder des Strahlemanns zu befriedigen.

                VG
                Achim
                Meine PCa-Geschichte: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=494

                Kommentar

                • Trekker
                  Benutzer
                  • 21.04.2020
                  • 765

                  #9
                  Zitat von buschreiter Beitrag anzeigen
                  Ich finde das ehrlich gesagt unlogisch. Ob eine Bestrahlung etwas gebracht hat, sieht man ja dann nach Absetzen der Medikamente. Mich würde da wenig interessieren, wWAS geholfen hat, sondern DAS die Gesamtbehandlung geholfen hat. Und wenn die Wirksamkeit mit Medikamenten besser ist, dann lasse ich die nicht weg, um die Neugierde des Urologen oder des Strahlemanns zu befriedigen.
                  Mit der Einschränkung, dass die Medikamenten die Wirksamkeit der Bestrahlung unterstützen, stimme ich Deiner Aussage voll zu.

                  Der PSA-Wert meines Rezidivs war zum Bestrahlungsbeginn bei 0,79 ng/ml angekommen und ich habe parallel zur Bestrahlung eine 6-monatige Hormonbehandlung über mich ergehen lassen. Demzufolge habe ich lt. Studie nichts falsch gemacht. Falsch war nur, dass ich viel zu lange mit der Bestrahlung gewartet habe und im vorherigen Verlauf den Anstieg mit einer reinen Hormonbehandlung bis auf 0,04 ng/ml reduziert hatte. Nun kann ich nur hoffen, dass der erneute Abfall unter die Nachweisgrenze so bleibt, wie die letzten 4 Jahre nach Betrahlungsende.
                  Gruß von Henry

                  Kommentar

                  • Michi1
                    Benutzer
                    • 25.10.2015
                    • 3716

                    #10
                    Bei mir hat die Bestrahlung ohne Hormonbehandlung etwas gebracht. Mein PSA ist nicht feststellbar. Wenn der PSA wieder steigt, kann ich immer noch eine Hormonbehandlung machen. So hab ich immer noch etwas auf Reserve. Nicht alle Möglichkeiten auf einmal vergeben. Ich bin nicht der Meinung, viel hilft viel.
                    Immer positiv denken!!!

                    http://de.myprostate.eu/?req=user&id=814

                    Kommentar

                    • wowinke
                      Benutzer
                      • 10.05.2006
                      • 732

                      #11
                      Hallo Michele,
                      ich denke es sind hier zwei Dinge zu betrachten.

                      Es geht einmal nicht um doppelt sondern Unterstützung durch den Entzug des Testosteron werden die Krebszellen zusätzlich. geschwächt. Zum anderen wirkt die Bestrahlung lokal/regional und die Hormotherapie systemisch, also überall im Körper.

                      Wie ich Deinen Daten entnommen Du hattest einen Ausgangs PSA-Wert von ca. 9 ng/ml und einen Gleason von 7b (2014). Aus meiner persönlichen Erfahrung ist das ein Grenzbereich
                      bei dem sich schon Krebszellen "auf den Weg" gemacht haben d.h. diese stecken heute vermutlich in den Lymphknoten. Das war nach 20 Jahren.

                      Leider sind in Deinem Profil ab 2016 keine weitern Informationen mehr zu finden, womit man das Geschehen näher beurteilen könnte.


                      Alles Gute
                      Wolfgang

                      Kommentar

                      Lädt...