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Diagnose mit seltsamem PSA-Verlauf

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    Diagnose mit seltsamem PSA-Verlauf

    Hallo zusammen, ich bin selbst als Betroffener seit beinahe 20 Jahren im Forum präsent, wurde aber aus welchem Grund auch immer entfernt. Nach Neuanmeldung bin ich wieder abrufbar. Danke dafür.

    Heute geht es nicht um mich, sondern um einen guten Freund, der sich mit 87 Jahren einer PCa-Diagnose gegenüber sieht. Nun ist der Mann zwar schon sehr alt, aber äußerst fit und wird von seinem Hausarzt als biologisch circa 70 eingeschätzt. Er ist Engländer, lebt aber zum Glück in Frankreich, wo ihm im Gegensatz zu seiner Heimat alle medizinischen Möglichkeiten kostenlos zur Verfügung stehen. Nun zu den Einzelheiten:

    Bis letztes Jahr unauffällige PSA-Werte (zwischen 2 und 3). Sehr große Prostata.
    Anstieg auf 8 ng/ml im Juni 25 ng/ml.
    MRT Juni 25 unauffällig.
    Unter Avodart Anstieg von 1,86 auf 22 ng/ml.
    Biopsie am 20.10.25: Adenocarcinom GS 7 (3+4)
    Neues MRT vom 23.10.25 zeigt mehrere ossäre Läsionen , die als Metastasen gesehen werden können.
    Hormontherapie mit Orgovyx (bei uns Relugolix, glaube ich). Urorec und Avodart wird beibehalten.
    Ein PET scan ist für Mitte November angesetzt.

    RPE wird ausgeschlossen.
    Radiotherapie wird in Betracht gezogen, je nach Ergebnis des PET.

    Was meint ihr zum Vorgehen? Gibt es Ratschläge oder Hinweise, was in einem solchen Fall zu tun ist? Mein Freund ist in jeder Hinsicht, geistig, körperlich, mental, absolut fit und sollte nach ärztlicher Meinung durchaus noch einige Jährchen vor sich haben (Seine Mutter wurde über 100)

    Vielen Dank schon einmal!

    Beste Wünsche und Grüße
    Wassermann



    #2
    Man sollte das PET abwarten, so viel Zeit ist in jedem Fall. An sich würde man Relugolix mit einem sogenannten ARSI ergänzen, also Apalutamid, Darolutamid, Enzalutmid oder Abirateron. Darüber werden die Ärzte nach dem PET entscheiden. Ich halte die bisher angewandte Therapie für richtig.

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      #3
      Vielen Dank, Georg, für diese erste Einschätzung..

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        #4
        Hallo zusammen,
        mein englischer Freund in Frankreich hatte am Montag das PET. Bedauerlicherweise zeigte dieses multiple Metastasen im Skelett. Das habe ich bislang nur im Gespräch erfahren, Unterlagen liegen mir nicht vor. Nun trifft sich nächsten Montag das interdisziplinäre Ärzteteam zur Beratung des Falles und werden ihm am Dienstag ihren Therapievorschlag unterbreiten. Meine Bitte wäre jetzt:
        Wie kann er sich darauf vorbereiten? Was sind eurer Meinung nach die wichtigsten Punkte, auf die er eingehen und wo er nachfragen sollte? Habt ihr Ratschläge und Erfahrungen für das weiter Vorgehen?
        Herzlichen Dank für die Unterstützung.
        Allen alles Gute
        Wassermann

        Kommentar


          #5
          Zitat von Wassermann Beitrag anzeigen
          ...mein englischer Freund in Frankreich hatte am Montag das PET. Bedauerlicherweise zeigte dieses multiple Metastasen im Skelett. Das habe ich bislang nur im Gespräch erfahren, Unterlagen liegen mir nicht vor. Nun trifft sich nächsten Montag das interdisziplinäre Ärzteteam zur Beratung des Falles und werden ihm am Dienstag ihren Therapievorschlag unterbreiten. Meine Bitte wäre jetzt:
          Wie kann er sich darauf vorbereiten? Was sind eurer Meinung nach die wichtigsten Punkte, auf die er eingehen und wo er nachfragen sollte? Habt ihr Ratschläge und Erfahrungen für das weiter Vorgehen?...
          Hallo Wassermann,

          bei multiplen Metastasen im Skelett sollte er auf eine schnellstmögliche Erweiterung der Therapie um ein NHT bestehen!

          (NHT= neue Hormontherapie bzw. ARSI = Androgenrezeptor-Signalinhibitoren. die Medikamnete: Apalutamid, Darolutamid, Enzalutmid oder Abirateron (wie schon Georg schrieb.))

          Eine Chemotherapie mit Docetaxel sollte mindestens diskutiert werden.
          Je nach Metastasierung-Ausdehnung sollte evtl. auch eine Antiresorptive Therapie zum Knochenschutz mit Denosumab (Spritze) oder Zoledronsäure (i.v. Zometa) („antiresorptiv wirksame Substanzen“) begonnen werden.

          Er sollte sich auch alle Kopien der Arztbriefe geben lassen, ebenso Kopien der Laborwerte.
          Und er sollte baldmöglichst auch ein Onkolgisches Spitzzentrum in Frankreich (oder in Deutschland oder England) aufsuchen.


          Zur Information:
          Die EAU-Guidelines Prostate Cancer


          Wassermann beste Grüße an Dich
          und viel Glück für Deinen englischen Freund in Frankreich.
          Rudi
          Mein Krankheitsverlauf__EAU 2025: Progression nach Triple-Therapie__Aktuelle rekrutierende mCRPC-Studien in Deutschland_(in Kooperation mit Georg)__ESMO 2025: Prostatakrebs-Highlights __Podcasts Prostatakrebs​​

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            #6
            Vielen Dank, lieber New Tao, für die wertvollen Hinweise. Ich bekomme von einer Apothekerin die entsprechenden Medikamenten-Namen in Frankreich, damit mein Freund sich am Dienstag mit seinen Ärzten darüber besprechen kann. Arztbriefe etc hat er schon. Er hat großes Vertrauen in den Urologen und die Onkologin, die er bisher kennengelernt hat.
            Viele Grüße und alles Gute
            Wassermann

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              #7
              Hallo Wassermann - Du hast eine PN von mir. Viele Gruesse Norbert

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                #8
                Hallo zusammen,
                ich konnte nun das Ergebnis der PET-Untersuchung meines Freundes einsehen und bin etwas erstaunt. Es zeigt keinen Befall der Samenblasen oder der Lymphdrüsen, sehr wohl aber multiple Läsionen verteilt über das ganze Skelett. Kann das denn sein?
                Orgovyx (Relugolix) wird beibehalten, hinzu kommt XTANDI. Er hat keinerlei Beschwerden. Mein Eindruck ist, dass man mit 87 Jahren nicht unbedingt eine medikamentöse Großoffensive starten sollte, um Lebensqualität zu bewahren.
                Dank eines sehr hilfreichen Hinweises von Norbert52 wird mein Freund eine Zweitmeinung eines sehr renommierten Krebszentrums (Gustave Roussy) bekommen.
                Für eure Hinweise und Erfahrungen wäre ich natürlich sehr dankbar.
                Alles Gute
                Wassermann

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                  #9
                  Der bekannteste Arzt in diesem Zentrum ist Karim Fizazi​. Ob der allerdings Zeit für ihn hat, glaube ich nicht.

                  Die Kombination Relugolix und Xtandi wird den Tumor für Jahre blockieren. Man könnte eventuell Xofigo ergänzen, um die Knochenmetastasen anzugehen.

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                    #10
                    Hallo Georg,
                    das siehst du voellig falsch.Die PK-Abteilung im G. Roussy wird z.Z. von Pr Pierre BLANCHARD geleitet -vorher von Pr Karim FIZAZI, der immer noch im PK-Ausschuss ist. Je nach Diagnose und Komplexitaet der Erkrankung, nimmt auch Pr FIZAZI an den Besprechungen teil. Die Zweiklassenmedizin mit Privatpatienten gibt es in dieser Form (zum Glueck) in Frankreich nicht – und jeder Versicherter kann immer und jederzeit einen (auch noch so bekannten) Mediziner konsultieren. Und glaube mir, ich weiss vovon ich spreche.
                    Gruss
                    Norbert

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                      #11
                      Ich habe nur gesagt, dass Karim Fizazi der bekannteste ist. Das liegt daran, dass er viele Studien durchgeführt hat, die er auf den verschiedenen Konferenzen weltweit vorstellt. Wenn man bei ihm einen Termin bekommt, dann ist das ja gut.

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